Sportwetten-Anbieter in Österreich im Vergleich: was die Bewilligung kostet und was sie bringt

Updated November 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

6. November 2026 – geprüft gegen die Angaben der Buchmacher und gegen die Veröffentlichungen der Länder.

Mehrere leere Wettscheine aus Papier liegen nebeneinander auf einem hellen Tisch, daneben ein Lineal und ein Bleistift, ohne erkennbare Schrift.
Interwetten wurde im September 1990 in Wien gegründet; als Inhaberin der Malta-Lizenzen wird die Interwetten Gaming Ltd. genannt.

Sportwetten sind in Österreich Ländersache. Wer hier vergleicht, vergleicht nicht „den Markt“, sondern neun verschiedene Landesgesetze, einen einheitlichen Steuersatz von 5 Prozent auf den Einsatz, ein Nebeneinander von Anbietern mit Bewilligung und solchen, die nur eine ausländische Lizenz vorlegen können. Dazu kommt der Preis: jede Quote enthält eine Marge, ein Bonus steht unter Umsatzbedingungen, eine Auszahlung unter Prüfschritten. Wer vor diesem Hintergrund entscheidet, ob ein Anbieter passt, braucht Zahlen, Daten und Regeln – keine Werbeversprechen. Dieser Vergleich legt offen, was die zehn wichtigsten Wettanbieter am österreichischen Markt anbieten, was es kostet und unter welcher Lizenz sie es tun.

Lizenz und Rechtslage: warum die Bewilligung über alles entscheidet

In Österreich fällt Sportwetten nicht unter das Glücksspielgesetz des Bundes. Der Verwaltungsgerichtshof hat das 2015 festgestellt, weil die klassische Sportwette ein Geschicklichkeitsspiel ist. Damit gibt es keine bundesweite Konzession, keine zentrale Aufsicht und keine nationale Liste lizenzierter Buchmacher. Jedes der neun Bundesländer vergibt seine eigene Bewilligung, gestützt auf das jeweilige Landessportwettengesetz. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020 (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz. Welches Gesetz auf welchen Anbieter passt, richtet sich nach dem Ort, an dem er die Wett-Daten bereitstellt – der VwGH hat diesen Server-Standort im April 2026 nochmals als Anker bestätigt.

Leerer Sitzungssaal mit Holzbänken im Morgenlicht
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).

Drei Konsequenzen ergeben sich daraus für jeden, der vergleicht. Erstens: Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist keine österreichische Bewilligung. Sie kann den Anbieter berechtigen, EU-weit tätig zu sein, sie sagt aber nichts darüber aus, ob er in Österreich eine Landeserlaubnis hat. Zweitens: Die Aufsicht führen die Landesregierungen, in Wien der Magistrat. Beschwerden über einen Anbieter mit Bewilligung landen dort. Anbieter ohne Bewilligung unterliegen keiner österreichischen Behörde. Drittens: Ein einheitliches Sperrregister oder Limitregister existiert für Sportwetten nicht. Was Spieler­schutz angeht, ist jeder Anbieter sein eigenes System.

Wettgebühr: 5 Prozent auf jeden Einsatz, geschuldet vom Buchmacher

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 Prozent. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 des Gebührengesetzes, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag der Satz seit Oktober 2005 bei 2 Prozent. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – also der Anbieter, nicht der Wettkunde. Was der Anbieter mit dieser Last macht, ist seine Sache. tipp3 trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 Prozent vom Bruttogewinn ab, sobald die Wette gewinnt. Bei einem Einsatz von 10 € zu Quote 2,00 bleibt also ein Gewinn von 19 € statt 20 €. Gewinne aus Cash-Outs und aus „ja/nein“- oder „alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen.

Ein Fußball auf dem Mittelpunkt eines Rasenplatzes, früher Morgen, Tau auf dem Gras, im Hintergrund leere Tribünen.
tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44, 1038 Wien betrieben.

Diese Praxis ist nicht verpflichtend. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quote einpreisen, was sich dann in einem etwas höheren Margin niederschlägt, oder sie tragen sie vollständig selbst. Was wirklich passiert, verrät nur das Kleingedruckte des jeweiligen Anbieters. Wer die Belastung scheut, sollte sich ansehen, wie der Anbieter die Wettgebühr weiterreicht, bevor er die Quote bewertet.

Bewilligte Anbieter: sechs Marken mit österreichischer Landeserlaubnis

Sechs Anbieter im Vergleich veröffentlichen eine Bewilligung. tipp3 und win2day nennen den Bescheid der Niederösterreichischen Landesregierung vom 10. Dezember 2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) nach dem NÖ Wettgesetz. Betreiber von tipp3 ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44 in Wien; tipp3 nimmt Wetten über rund 3.300 Trafiken, die Trafik-App und online entgegen. win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft betrieben, deren Wettordnung ausdrücklich darauf hinweist, dass die Sportwetten nicht dem Glücksspielgesetz unterliegen.

Vierklee nennt die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung; das anwendbare Recht ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Starsportwetten verweist im Google-Play-Eintrag auf einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die Bewilligung erteilt wurde, ohne Bundesland oder Aktenzahl zu nennen. Merkur Bets, ehemals Cashpoint mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, ist seit Juni 2025 unter neuem Namen aktiv; eine Bewilligung wird in den verfügbaren Quellen nicht im Detail beziffert. Admiral gehört zur Novomatic-Gruppe und führt ihre Bewilligung auf die Oberösterreichische Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz zurück.

Anbieter ohne Bewilligung: vier Marken mit ausländischer Lizenz

Vier Anbieter im Vergleich nennen keine österreichische Bewilligung. 20Bet wird von Lumora Digital betrieben und führt eine Lizenz der Anjouan Gaming Board. LeoVegas gehört zur schwedischen LeoVegas AB mit Sitz in Stockholm und nutzt für das Sportsbook die Malta-Lizenz der LeoVegas Gaming Ltd. BetLabel und GG.BET werben mit Curaçao-Lizenzen. Keine dieser Lizenzen ist eine österreichische; wer dort wettet, hat keine österreichische Aufsichtsbehörde, an die er sich wenden kann, und kein österreichisches Sperr­system, das ihn schützt.

Die Rechtslage ist nicht abschließend geklärt. Strafen für Anbieter ohne Bewilligung sind in Wien bis 22.000 € und in Oberösterreich bis 20.000 € möglich; über Spieler, die bei einem ausländischen Anbieter wetten, wurde keine vergleichbare Strafe bekannt. Was bedeutet das konkret? Der Anbieter kann vom Land belangt werden, der Wettkunde in der Regel nicht. Welche Behörde im Streitfall zuständig ist, hängt vom Server-Standort des Anbieters und damit vom anwendbaren Landesgesetz ab.

Spieler­schutz: was die Anbieter selbst regeln müssen

Da es kein bundesweites Sperr­register für Sportwetten gibt, bleibt der Spieler­schutz eine Sache jedes Anbieters. Was das in der Praxis heißt, lässt sich an zwei Beispielen festmachen.

tipp3 erlaubt eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten – das Guthaben bleibt auf dem Konto – sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, nach der das verbleibende Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Beide Sperren sind nach Beginn nicht mehr aufhebbar. Zusätzlich lassen sich Einzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits setzen: wöchentlich bis 1.950 € Einzahlung, täglich bis 10.000 € Einsatz, wöchentlich bis 5.000 € Verlust. Limit-Erhöhungen greifen erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort.

win2day kennt altersabhängige Limits: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahre maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit; auf Antrag kann das Limit individuell erhöht werden. Beide Anbieter setzen die Teilnahme ab 18 Jahren voraus – das entspricht den Regeln der meisten Bundesländer.

Anbieter ohne Bewilligung unterliegen keiner österreichischen Selbstsperre. Wer sich dort sperren lassen will, muss die Sperre bei jedem Anbieter einzeln beantragen, und die Regeln sind die des jeweiligen Lizenzlandes. Eine österreichische Behörde, die eingreift, gibt es nicht. Wer vergleicht, sollte diesen Punkt mitbedenken: Spieler­schutz ist nicht gesetzlich garantiert, sondern Verhandlungssache mit dem Anbieter.

Hilfe bei Problemen mit dem Wetten bietet playsponsible.at – eine Anlaufstelle, die unabhängig von der Lizenz des Anbieters berät.

Bonus und Freiwette: was die Werbung verschweigt

Ein 100-%-Bonus von bis zu 100 € klingt nach geschenktem Geld. Tatsächlich ist jedes Neukundenangebot eine Wettbedingung mit drei Haken: Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist. Wer diese drei Werte vergleicht, vergleicht den Bonus – nicht die beworbene Zahl.

Was die Umsatzbedingung kostet

Die Umsatzbedingung legt fest, wie oft der Bonusbetrag (oder Bonus plus Einzahlung) zu einem bestimmten Mindestpreis umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Beispiel: Bei einem Bonus von 100 € und einem Umsatzfaktor von 5× muss der Bonus 500 € an qualifizierenden Wetten durchlaufen. Wer mit Einsätzen von 10 € spielt, kommt auf 50 Wetten – sofern die Quote jeder Wette die Mindestquote erfüllt.

BetLabel bewirbt auf der Startseite einen 100-%-Bonus bis 100 €, ohne Umsatzfaktor, Mindestquote oder Frist zu nennen. Das ist kein Einzelfall. Die meisten Anbieter schreiben die Bedingungen nicht auf die Hauptseite, sondern in die Bonus-AGB. Wer nicht sucht, erfährt nicht, was das Angebot kostet. Vierklee kündigt auf der Startseite ebenfalls einen Bonus von bis zu 100 € an, ohne konkrete Bedingungen zu veröffentlichen. tipp3 und win2day setzen auf andere Modelle – Boni sind seltener, dafür aber an klar dokumentierte Spielregeln gebunden.

Mindestquote: der Filter, der die meisten Wetten aussortiert

Die Mindestquote legt fest, welche Wetten für den Umsatz zählen. Eine Mindestquote von 1,50 oder 1,80 schließt Wetten auf klare Favoriten oft aus. Wer gern auf Bayern München oder Real Madrid setzt, läuft Gefahr, dass die Quote unter der Mindestquote liegt und der Einsatz nicht zählt. Wer einen Bonus durchspielen will, muss seine Wettstrategie anpassen oder den Bonus unrealisiert verfallen lassen.

Frist: das Datum, an dem der Bonus verschwindet

Die Frist ist hart. Wer den Umsatz nicht innerhalb der angegebenen Zeit erreicht, verliert Bonus und Gewinne. Typisch sind 30, 60 oder 90 Tage. Wer ein Wochenend-Wettkunde ist, sollte sich ansehen, ob die Frist zu seinem Rhythmus passt.

Freiwette: was bleibt, wenn der Schein nicht aufgeht

Eine Freiwette (Free Bet) zahlt im Gewinnfall nur den Nettogewinn aus, nicht den Einsatz. Wer eine 10-€-Freiwette zu Quote 3,00 nutzt, gewinnt 20 € – nicht 30 €. Der Unterschied zwischen Freebet-Wert und Echtgeld-Einsatz ist der Preis, den der Anbieter für das vermeintliche Geschenk nimmt.

Bets.io bietet Freebet und Comboboost für Sportwetten an, ohne konkrete Beträge oder Bedingungen auf der Hauptseite. Welche Werte für die jeweiligen Aktionen gelten, steht in den Aktionsbedingungen – wer sie nicht liest, erfährt erst bei der Auszahlung, was er bekommt.

Zahlung und Auszahlung: wie das Geld rein- und rauskommt

Die Zahlungsabwicklung gehört zu den Unterschieden, die zwischen den Anbietern am leichtesten zu übersehen sind. Drei Punkte sind im Vergleich relevant: akzeptierte Methoden, Auszahlungsdauer und Prüfschritte vor der ersten Auszahlung.

Zahlungsmethoden: was jeder Anbieter akzeptiert

Kein österreichisches Sportwettengesetz schreibt bestimmte Zahlungswege vor. Welche Methoden ein Anbieter annimmt – Banküberweisung, Kreditkarte, E-Wallet, Paysafecard, Krypto – ist seine Entscheidung. Im Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede. Anbieter mit österreichischer Bewilligung akzeptieren in der Regel Banküberweisung und Kreditkarte; E-Wallets wie PayPal oder Skrill sind nicht bei allen verfügbar. Anbieter ohne Bewilligung bieten tendenziell mehr Methoden, oft inklusive Kryptowährungen – was Geschwindigkeit bringt, aber die Einlagensicherheit in Frage stellt, weil keine österreichische Aufsicht greift.

Wer auf PayPal setzt, sollte vor der Anmeldung prüfen, ob der Anbieter PayPal tatsächlich anbietet. Die Werbung „PayPal verfügbar“ steht oft auf der Hauptseite, ohne dass sie für alle Länder gilt.

Auszahlungsdauer: warum der erste Schein länger braucht

Die Auszahlungsdauer unterscheidet sich je nach Methode und Anbieter. E-Wallets schaffen es oft innerhalb von 24 Stunden, Banküberweisungen brauchen 2 bis 5 Werktage. Beim ersten Auszahlungs­antrag verlängert sich die Dauer, weil der Anbieter die Identität prüft. Diese Prüfung ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn auch je nach Lizenz unterschiedlich geregelt. Wer vor der Anmeldung wissen will, wie schnell das Geld kommt, sollte in den AGB nachlesen, welche Fristen der Anbieter nennt.

Prüfschritte: warum der Personalausweis gefragt wird

Die meisten Anbieter verlangen vor der ersten Auszahlung einen Identitätsnachweis. Das ist Standard im E-Geld- und Geldwäscherecht. Anbieter mit österreichischer Bewilligung sind hier zu Sorgfalt verpflichtet. Anbieter ohne Bewilligung prüfen weniger streng – was schneller geht, aber das Risiko erhöht, dass Gelder im Streitfall schwerer zurückzuholen sind.

Mobile App und mobile Seite: was auf dem Touchscreen zählt

Sportwetten am Smartphone sind für die meisten Wettkunden der Standard. Beim Vergleich von Apps und mobilen Seiten zählen vier Punkte: Bedienung, Übersicht der Livewetten, Stabilität und Sicherheit der Anmeldung.

Bedienung: wie schnell der Schein steht

Eine gute Wett-App führt in drei Schritten zum Schein: Sportart auswählen, Markt wählen, Einsatz eingeben. Wer auf dem Weg dorthin zu scrollen hat, verliert Zeit – und bei Livewetten ist Zeit Geld. tipp3 bietet eine eigene Trafik-App für die Annahmestellen und die mobile Seite tipp3; die Bedienung ist auf das Wesentliche reduziert. Anbieter wie LeoVegas oder Bet365 setzen auf native Apps, die für iOS und Android optimiert sind. Welche App im Einzelfall besser liegt, hängt vom eigenen Nutzungs­muster ab.

Übersicht der Livewetten: was im Spiel sichtbar ist

Livewetten ändern sich sekündlich. Eine gute App zeigt die laufenden Märkte, ohne dass der Wettkunde neu laden muss. tipp3 bietet Livewetten nach den Regeln des jeweiligen Bundeslandes: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder „next scorer“. Wer Livewetten schätzt, sollte prüfen, ob das Angebot des Anbieters zum eigenen Land passt.

Stabilität: was passiert bei Lastspitzen

Livewetten bei großen Spielen erzeugen Lastspitzen. Eine App, die bei Bundesliga-Spielen abstürzt, ist im Live-Geschäft unbrauchbar. Die Stabilität lässt sich nicht aus dem Werbebild ergeben, sondern nur aus eigener Erfahrung oder aus Bewertungen anderer Nutzer.

Sicherheit der Anmeldung: warum 2-Faktor kein Luxus ist

Die meisten seriösen Anbieter bieten inzwischen 2-Faktor-Authentifizierung per SMS oder App. Wer diese Funktion nicht aktiviert, läuft Gefahr, dass ein gestohlenes Passwort zum leeren Konto führt. Anbieter mit österreichischer Bewilligung sind eher verpflichtet, solche Sicherheits­funktionen anzubieten. Bei Anbietern ohne Bewilligung ist die 2-Faktor-Pflicht weniger verbreitet.

Wettmärkte und Quoten: was die Quote wirklich sagt

Der Vergleich von Quoten ist das Herzstück jedes Wettanbieter-Vergleichs. Wer hier vergleicht, sollte drei Dinge verstehen: Was sind Wettmärkte, wie setzt sich eine Quote zusammen, und was sagt die Marge über den Anbieter aus.

Wettmärkte: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Tipp, eine Quote, ein Gewinn oder Verlust. tipp3 erlaubt Einzelwetten erst ab einer Quote von 1,06 – niedrigere Quoten können nur in Kombi- oder Systemwetten gespielt werden. Das schützt den Wettkunden vor Quoten, die keinen echten Gewinn versprechen, und zwingt ihn, mehrere Tipps zu kombinieren.

Die Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Tipps. Drei Tipps zu Quoten von 1,50, 2,00 und 1,80 ergeben eine Kombiquote von 5,40. Das klingt verlockend, erhöht aber das Risiko: Ein falscher Tipp und der ganze Schein verliert. tipp3 erlaubt 3 bis 10 Tipps in einer Kombiwette.

Die Systemwette ist eine Kombination aus mehreren Kombiwetten mit reduziertem Risiko. Wer auf drei Spiele setzt, aber nicht alle drei richtig haben muss, kann mit Systemwetten das Risiko streuen. Systemwetten sind komplexer und nur für Wettkunden mit Erfahrung sinnvoll.

Quote und Marge: warum 1,90 / 1,90 nicht 100 % auszahlt

Eine Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider, die der Anbieter dem Ereignis zuschreibt – plus seine Marge. Eine faire Münze (50 % Wahrscheinlichkeit) hätte eine Quote von 2,00. Bietet ein Anbieter auf beide Seiten 1,90, liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, also 95 %. Die Marge ist 5 % – was bei jeder Wette, unabhängig vom Ausgang, beim Buchmacher bleibt.

Beispiel: 100 € Einsatz auf eine faire Wette zu Quote 1,90 / 1,90. Bei Gewinn erhält der Wettkunde 190 €; bei Verlust verliert er 100 €. Im Durchschnitt über viele Wetten zahlt der Anbieter 95 € pro 100 € Einsatz aus. Die restlichen 5 € sind sein Verdienst – eingebaut in jede Quote.

Marge ist der Vergleichsmaßstab zwischen Anbietern. Eine Marge von 3 % auf einen Fußballmarkt ist eng; 7 % ist breit. Anbieter mit schmaler Marge geben mehr zurück, lassen sich die Quote aber oft über geringere Limits, weniger Märkte oder höhere Boni bezahlen. Wer konsequent auf wenige Spiele setzt, sollte Anbieter mit niedriger Marge bevorzugen. Wer viele Märkte und hohe Limits sucht, zahlt dafür in der Regel mit etwas höherer Marge.

Die konkrete Marge pro Markt und Anbieter ist nicht statisch. Sie schwankt mit dem Ereignis, dem Zeitpunkt und dem Wettvolumen. Wer vergleicht, sollte denselben Markt bei verschiedenen Anbietern zur selben Zeit prüfen – ein Vergleich, der ein Wochenende alt ist, kann bereits Makulatur sein.

Was die Quote über den Anbieter verrät

Eine hohe Quote ist nicht immer ein gutes Zeichen. Sie kann bedeuten, dass der Anbieter in diesem Segment scharfer ist als die Konkurrenz – oder dass er den Markt schlechter einschätzt und deshalb nachjustiert. Wer dauerhaft auf überdurchschnittliche Quoten setzt, sollte sich fragen, ob der Anbieter die Wette im Gewinnfall tatsächlich auszahlt. Anbieter mit österreichischer Bewilligung unterliegen der Aufsicht der Landesregierung, was die Auszahlungs­sicherheit erhöht. Bei Anbietern ohne Bewilligung fehlt diese Aufsicht.

Sportarten und Turniere: was im Spielplan steht

Welche Sportarten, Ligen und Turniere ein Anbieter anbietet, gehört zum Standardprogramm jedes Vergleichs. Fußballwetten dominieren das Angebot: Bundesliga, österreichische Bundesliga, Champions League, Europa League, Premier League, La Liga. Aber auch Tennis, Basketball, Eishockey und – bei spezialisierten Anbietern – NBA, EuroLeague oder Basketball Bundesliga sind relevant.

Fußball: der Standard, der Unterschiede verwischt

Fußball ist überall. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt in der Tiefe: Wie viele Ligen deckt der Anbieter ab? Welche Märkte bietet er pro Spiel? Wer auf kleine Ligen oder untere Spielklassen setzt, braucht einen Anbieter mit breitem Wettprogramm. Die Großen der Branche decken Hunderte Ligen ab; Spezialanbieter wie Vierklee konzentrieren sich auf den österreichischen Markt und seine Nachbarn.

Die Bundesliga-Quoten sind der meistzitierte Vergleichswert. Wer die Anbieter anhand von Bundesliga-Quoten vergleicht, sieht die Marge des Anbieters auf einem umkämpften Markt – typischerweise zwischen 3 % und 6 % für den 1X2-Markt vor dem Spiel.

Tennis, Basketball und Co.: wo Spezialanbieter punkten

Tennis und Basketball bieten Live-Märkte, die ständig schwanken. Wer hier vergleicht, sollte auf die Anzahl der angebotenen Märkte pro Spiel achten: Sieger, Satzwetten, Spielerwetten, Handicap. Anbieter wie Bets.io arbeiten mit Plattformen wie Softswiss Sportsbook und bieten über 200 Sportarten – inklusive eSports. Spezialanbieter für eSports wie GG.BET punkten mit Märkten, die klassische Buchmacher nicht im Programm haben.

Stake-Limits: was das Land erlaubt

Stake-Limits sind nicht einheitlich geregelt. Oberösterreich und Niederösterreich begrenzen den Einsatz pro Wette auf 500 €; Wien auf 50 € pro Wette an terminals ohne Counter. Für Online-Wetten außerhalb dieser Länder ist die Regel nicht abschließend geklärt. Anbieter mit Bewilligung setzen ihre eigenen, oft niedrigeren Limits – tipp3 erlaubt täglich bis 10.000 € Einsatz, was über den meisten Live-Märkten deutlich unter dem landes­gesetzlichen Maximum liegt. Wer hohe Einsätze plant, sollte vor der Anmeldung klären, ob der Anbieter das mitmacht.

Anbieter im Ranking: zehn Buchmacher im Vergleich

Das Ranking folgt einer festen Reihenfolge: zuerst die Anbieter mit österreichischer Land­bewilligung, dann die Marken ohne. Innerhalb der Gruppen ist die Reihenfolge sachlich, nicht wertend – jeder Anbieter hat ein Profil, das zu einem anderen Wettkunden passt als das des Nachbarn.

tipp3

tipp3 ist die österreichische Antwort auf den Online-Wettmarkt: Betreiber ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien, gegründet im April 2000, der erste Wettschein datiert vom 24. August 2001. Das Unternehmen gehört zu den Casinos Austria und zur Österreichischen Lotterien. Die Bewilligung stammt von der Niederösterreichischen Landesregierung (10. Dezember 2020), die Aufsicht über die Annahmestellen führen die jeweiligen Landesregierungen – in Wien der Magistrat.

Was tipp3 auszeichnet: das dichte Netz an Annahmestellen – nach eigenen Angaben über 3.600, in älteren Quellen rund 3.300 –, die Trafik-App für unterwegs, und der Verzicht auf aggressive Bonus­werbung. Wer hier wettet, zahlt dafür mitunter mit einer etwas höheren Marge als bei spezialisierten Online-Buchmachern. Das Einsatzlimit pro Wette ist durch das NÖ Wettgesetz auf 500 € begrenzt, das allgemeine tägliche Einsatzlimit liegt bei bis zu 10.000 €, das wöchentliche Einzahllimit bei bis zu 1.950 €, das wöchentliche Verlustlimit bei maximal 5.000 €.

Einzelwetten sind ab Quote 1,06 erlaubt. Die Wettgebühr von 5 Prozent wird bei verlorenen Wetten selbst getragen und bei gewonnenen Wetten vom Bruttogewinn abgezogen – Cash-Out-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen.

tipp3 passt zum Wettkunden, der einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung sucht, der die Wettgebühr offen ausweist und der die Sicherheit der Aufsicht schätzt. Wer eine schmale Marge und ein riesiges Wettprogramm sucht, ist hier falsch.

win2day

win2day ist das Sportwetten-Angebot der Österreichischen Lotterien – Lotterien und Casino-Spiele laufen unter der Bundes­konzession nach dem Glücksspielgesetz, die Sportwetten unter dem NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020. Auch win2day nennt den Bescheid der Niederösterreichischen Landesregierung vom 10. Dezember 2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Die Wettordnung weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sportwetten nicht dem Glücksspielgesetz unterliegen.

Was win2day auszeichnet: die altersabhängigen Einzahlungs­limits – bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche, ab 26 Jahre maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit; auf Antrag kann das Limit erhöht werden. Wer mit strengen Limits gut leben kann, findet hier ein System, das jüngere Wettkunden schützt.

win2day ist nicht für den Wettkunden gedacht, der hohe Limits und maximale Auswahl sucht. Wer mit 1.680 € pro Monat auskommen muss, wird irgendwann an Grenzen stoßen. Wer hingegen Wert auf ein geordnetes System mit österreichischer Bewilligung legt, ist hier richtig.

Vierklee

Vierklee tritt mit der Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung an – anwendbar ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Auf der Startseite kündigt das Unternehmen einen Bonus von bis zu 100 € für Neukunden an; konkrete Bonusbedingungen veröffentlicht die Info-Seite nicht. Wer die Bedingungen lesen will, muss sie in den AGB suchen.

Vierklee bedient den österreichischen Markt und seine Nachbarn. Wetten auf heimische Ligen und Turniere sind das Kerngeschäft. Spezialangebote für kleine Sportarten oder eSports sucht man hier meist vergeblich.

Wer einen Anbieter mit Tiroler Bewilligung sucht und auf österreichische Ligen fokussiert, ist bei Vierklee richtig. Wer über den lokalen Markt hinausblickt, wird das Angebot als schmal empfinden.

Starsportwetten

Starsportwetten wirbt mit einer behördlichen Bewilligung, die laut Google-Play-Eintrag am 8. März 2022 der Starbet24 GmbH erteilt wurde. Welches Bundesland die Bewilligung ausgestellt hat und welche Aktenzahl sie trägt, veröffentlicht der Anbieter nicht. Damit ist die Bewilligung als Land­bewilligung erkennbar, aber ihre Reichweite bleibt offen.

Was Starsportwetten auszeichnet: das mobile Angebot – die App ist im Google Play Store verfügbar und beschreibt den Anbieter als behördlich bewilligt. Wer auf App-Wetten setzt, findet hier einen österreich­zertifizierten Anbieter.

Starsportwetten eignet sich für Wettkunden, die auf App setzen und einen Anbieter mit Bewilligung suchen. Wer genau wissen will, in welchem Bundesland der Anbieter bewilligt ist, muss sich an den Anbieter oder die zuständige Landesregierung wenden.

Merkur Bets

Merkur Bets, ehemals Cashpoint mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, ist seit Juni 2025 unter dem neuen Namen aktiv. Die Merkur Group betreibt die österreichische Sportwetten-Sparte über die Marke Merkur Bets; gegründet wurde Cashpoint 1996. Eine konkrete Bewilligung führt der Anbieter in den verfügbaren Quellen nicht im Detail auf.

Was Merkur Bets auszeichnet: die stationäre Präsenz. Die Merkur Group betreibt in Österreich ein Netz an Wettannahme­stellen. Wer zwischen Online und Stationär wechseln will, findet hier einen Anbieter mit beiden Kanälen. Das Online-Angebot tritt hinter dem stationären Geschäft zurück.

Merkur Bets passt zum Wettkunden, der in eine Annahmestelle gehen und online spielen will, ohne den Anbieter zu wechseln. Wer ausschließlich online wettet, findet bei spezialisierten Online-Anbietern mehr Auswahl.

Admiral

Admiral gehört zur Novomatic-Gruppe und wird von der ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen betrieben. Die Bewilligung führt das Unternehmen auf die Oberösterreichische Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz zurück. Gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller, an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert.

Was Admiral auszeichnet: die Marktdurchdringung in Österreich. Admiral hat eines der dichtesten Netze an Wettannahme­stellen und eine starke Online-Präsenz. Wer einen großen, etablierten Anbieter mit Novomatic-Background sucht, ist hier richtig. Wer eine schmale Marge sucht, sollte die Quoten mit Mitbewerbern vergleichen.

Admiral eignet sich für Wettkunden, die einen etablierten österreichischen Anbieter mit physischer Präsenz suchen. Die Quoten liegen im Rahmen des Marktes; die Bewilligung steht.

20Bet

20Bet wird von Lumora Digital betrieben und führt eine Lizenz der Anjouan Gaming Board. Das Angebot startete 2020. Eine österreichische Land­bewilligung nennt der Anbieter nicht. Damit ist 20Bet nicht per se illegal, aber unterliegt keiner österreichischen Aufsicht. Wer hier wettet, hat keine österreichische Behörde, an die er sich bei Streit wenden kann.

Was 20Bet auszeichnet: das breite Wettprogramm und die aggressiven Boni. Wer einen Bonus sucht, der bei österreichischen Anbietern nicht zu haben ist, findet ihn hier eher. Die Wettgebühr von 5 Prozent wird vom Anbieter getragen oder in die Quote eingepreist – die Offenlegung variiert.

20Bet passt zum Wettkunden, der bereit ist, auf österreichische Aufsicht zu verzichten, um ein breiteres Programm oder höhere Limits zu bekommen. Wer Spieler­schutz und Streit­schlichtung in Österreich sucht, ist hier falsch.

LeoVegas

LeoVegas gehört zur schwedischen LeoVegas AB mit Sitz in Stockholm; die Marke wird von der LeoVegas Gaming Ltd. in Malta betrieben, einer Tochter von MGM Resorts International. Das Sportsbook nutzt die Plattform von Kambi. Eine österreichische Land­bewilligung nennt der Anbieter nicht.

Was LeoVegas auszeichnet: das mobile Erlebnis. LeoVegas war ursprünglich ein Mobile-Casino-Anbieter; das Sportsbook übernimmt die Stärke der App-Bedienung. Livewetten sind ein Schwerpunkt; das Wettprogramm ist breit, die Marge tendenziell eng.

LeoVegas eignet sich für Wettkunden, die auf App-Wetten und Livewetten Wert legen und mit einer Malta-Lizenz leben können. Die österreichische Aufsicht fehlt; im Streitfall ist die Malta Gaming Authority zuständig.

BetLabel

BetLabel bewirbt auf der deutsch­sprachigen Startseite einen 100%-Bonus von bis zu 100 € auf die erste Einzahlung. Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist stehen auf der Startseite nicht. Eine österreichische Bewilligung nennt der Anbieter nicht; die Lizenz stammt aus Curaçao.

Was BetLabel auszeichnet: der hohe Bonus – 100 % bis 100 € klingt verlockend. Was die Werbung verschweigt, sind die Bedingungen. Ein 5-facher Umsatz mit Mindestquote 1,80 und 30-Tage-Frist verlangt vom Wettkunden 500 € an qualifizierenden Wetten in einem Monat. Wer den Bonus nicht durchspielt, verliert ihn samt Gewinnen.

BetLabel passt zum Wettkunden, der einen Bonus sucht und bereit ist, die Bedingungen zu erfüllen. Wer Spieler­schutz in Österreich sucht, ist hier falsch. Wer die Bonusbedingungen nicht liest, verliert Geld, das er hätte behalten können.

GG.BET

GG.BET ist auf eSports spezialisiert und führt eine Curaçao-Lizenz (OGL/2024/688/0234). Eine österreichische Bewilligung nennt der Anbieter nicht. Das Angebot umfasst Wetten auf Counter-Strike, Dota 2, League of Legends und andere eSports-Titel; klassische Sportarten sind zweitrangig.

Was GG.BET auszeichnet: die Tiefe im Kerngeschäft. Wer auf eSports setzt, findet hier Märkte, die klassische Buchmacher nicht haben. Livewetten auf laufende Matches gehören zum Programm; die Quoten sind in der eSports-Nische vergleichsweise eng.

GG.BET eignet sich für eSports-Wettkunden, die mit einer Curaçao-Lizenz leben können. Wer klassische Sportarten sucht, ist bei anderen Anbietern besser aufgehoben.

Einordnung der Anbieter

Anbieter Österreichische Bewilligung Lizenz oder Anbieter
tipp3 Bewilligung NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020)
win2day Ja NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020)
Vierklee Ja Tiroler Landesregierung (IIa. 10.065/144-0)
Starsportwetten Ja Bewilligung Starbet24 GmbH (Bescheid 08.03.2022)
Merkur Bets Ja Bewilligung Merkur Group, Details nicht veröffentlicht
Admiral Ja OÖ Landesregierung nach Oö. Wettgesetz
20Bet Nein Anjouan Gaming Board
LeoVegas Nein Malta Gaming Authority (LeoVegas Gaming Ltd.)
BetLabel Nein Curaçao
GG.BET Nein Curaçao (OGL/2024/688/0234)

Diese Tabelle zeigt die zentrale Trennlinie im österreichischen Markt. Sechs Anbieter führen eine Bewilligung nach einem der neun Land­gesetze; vier Anbieter führen nur eine ausländische Lizenz. Beide Seiten haben ihre Berechtigung – die Frage ist, welche Eigenschaften dem Wettkunden wichtiger sind.

Marge im Wettmarkt: wie viel vom Einsatz bleibt beim Buchmacher

Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Buchmacher im Durchschnitt behält. Bei einer Zwei-Wege-Wette zu Quoten 1,90 / 1,90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 Prozent, die Marge entsprechend bei etwa 5 Prozent. Bei Drei-Wege-Wetten (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) auf Fußball liegt die Marge typisch zwischen 5 und 8 Prozent.

Was bedeutet das konkret? Bei 100 € Einsatz auf einen Drei-Wege-Markt mit 7 Prozent Marge zahlt der Anbieter im Durchschnitt 93 € aus. Über viele Wetten bleibt der Buchmacher vorne – das ist sein Geschäftsmodell. Der Wettkunde kann die Marge nicht schlagen, aber er kann den Anbieter mit der niedrigsten Marge wählen, um den Verlust zu minimieren.

Die Marge schwankt mit dem Markt. Große Fußball-Ligen und Massen-Events haben niedrigere Margen, weil der Wettbewerb unter den Buchmachern härter ist. Nischen-Sportarten und untere Ligen haben höhere Margen, weil weniger Anbieter sie abdecken. Livewetten haben tendenziell höhere Margen als Pre-Match-Wetten, weil die Quoten schneller schwanken und der Buchmacher mehr Spielraum hat.

Wer die Marge schätzen will, rechnet die Auszahlungsquote aus: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. Beispiel für ein Fußballspiel mit Quoten 1,80 / 3,40 / 4,50: 1 ÷ (1/1,80 + 1/3,40 + 1/4,50) ≈ 0,93, also etwa 7 % Marge.

Was dieser Vergleich dem Leser bringt

Der Vergleich von Sportwetten-Anbietern in Österreich hat drei Ebenen, die zusammenpassen müssen: die Lizenz, das Angebot und der Preis. Wer nur auf den Preis schaut, vergisst den Spieler­schutz. Wer nur auf die Lizenz schaut, zahlt dafür mitunter eine höhere Marge. Wer nur auf das Angebot schaut, läuft Gefahr, dass der Anbieter im Streitfall unerreichbar ist.

Die sechs Anbieter mit Bewilligung – tipp3, win2day, Vierklee, Starsportwetten, Merkur Bets und Admiral – bieten alle die Sicherheit einer österreichischen Aufsicht, aber sehr unterschiedliche Profile: dichte Annahmestellen-Netze bei tipp3 und Admiral, altersabhängige Limits bei win2day, Tiroler Bewilligung bei Vierklee, mobile App bei Starsportwetten, stationärer Schwerpunkt bei Merkur Bets.

Die vier Anbieter ohne Bewilligung – 20Bet, LeoVegas, BetLabel und GG.BET – bieten tendenziell mehr Programm und höhere Limits, aber keine österreichische Aufsicht. Sie sind nicht illegal – die Rechtslage ist nicht abschließend geklärt –, aber sie sind eine andere Kategorie von Angebot.

Wer vergleicht, sollte sich fragen: Wie viel Marge akzeptiere ich? Welche Limits brauche ich? Welche Lizenz gibt mir Sicherheit? Die Antworten führen zu unterschiedlichen Anbietern – und genau das ist der Punkt eines Vergleichs.

Häufige Fragen zum Sportwetten-Vergleich in Österreich

Nach welchen Kriterien lassen sich Sportwetten-Anbieter in Österreich sinnvoll vergleichen?

Drei Achsen tragen den Vergleich: Lizenz, Marge und Bedingungen. Lizenz heißt, ob der Anbieter eine Bewilligung eines Bundeslandes führt oder nur eine ausländische Lizenz. Marge heißt, wie viel Prozent der Einsätze der Anbieter im Durchschnitt behält – weniger Marge heißt mehr Auszahlung. Bedingungen heißt, was ein Bonus wirklich kostet: Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist. Wer alle drei prüft, hat das Wesentliche verglichen.

Wie lässt sich die Marge verschiedener Anbieter anhand der Quoten vergleichen?

Die Marge berechnet sich aus der Auszahlungsquote: Man bildet die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes und teilt 1 durch diese Summe. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90 / 1,90 ergibt sich 0,95, also 95 Prozent Auszahlung und 5 Prozent Marge. Wer denselben Markt bei verschiedenen Anbietern prüft, sieht die Marge direkt – und wählt den Anbieter mit der niedrigsten Marge, wenn alles andere passt.

Welche Rolle spielen Umsatzbedingungen und Mindestquote beim Vergleich von Bonusangeboten?

Die Umsatzbedingung legt fest, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist – typisch ist ein Faktor zwischen 3 und 10. Die Mindestquote legt fest, welche Wetten für den Umsatz zählen – oft 1,50 bis 1,80. Wer einen Bonus zu schnell durchspielen will, scheitert meist an der Mindestquote. Beide Werte stehen in den Bonus-AGB, nicht auf der Hauptseite. Wer nicht liest, zahlt drauf.

Ist eine Lizenz aus Malta einer österreichischen Bewilligung gleichgestellt?

Nein. Eine Lizenz der Malta Gaming Authority berechtigt den Anbieter, EU-weit tätig zu sein – sie ist aber keine österreichische Bewilligung nach einem der neun Landessportwettengesetze. Wer in Österreich wettet, sollte prüfen, ob der Anbieter eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes führt. Ist das nicht der Fall, fehlt die österreichische Aufsicht – der Wettkunde hat im Streitfall keine österreichische Anlaufstelle.

Gibt es in Österreich ein bundesweites Einzahlungslimit für Sportwetten, oder setzt jeder Anbieter eigene Limits?

Es gibt kein bundesweites Einzahlungslimit für Sportwetten. Die Glücksspielreform 2026 sieht ein Sperrregister und ein Limitregister vor – beide gelten für das Glücksspielgesetz, nicht für die Landessportwettengesetze. Was jegt regelt, ist Sache des Bundes. Im Sportwetten­bereich setzt jeder Anbieter seine eigenen Limits. tipp3 erlaubt wöchentlich bis 1.950 € Einzahlung, win2day staffelt nach Alter (250 € pro Woche bis 26, 1.680 € pro Monat ab 26). Andere Anbieter handhaben es ähnlich.

Wer schuldet die Wettgebühr von 5 Prozent, und geben Anbieter sie an die Wettkunden weiter?

Die Wettgebühr schuldet der Anbieter, nicht der Wettkunde – sie ist eine Bundesgebühr auf den Wetteinsatz, geschuldet von dem, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung. tipp3 trägt sie bei verlorenen Wetten und zieht 5 Prozent vom Gewinn ab. Andere Anbieter können sie in die Quote einpreisen, was sich in einer etwas höheren Marge niederschlägt. Die Belastung landet so oder so beim Wettkunden.

Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten Strategie»