PayPal bei Wettanbietern in Österreich: Wer akzeptiert, was es kostet, worauf zu achten ist

Updated November 2026
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Wer in Österreich mit PayPal bei einem Wettanbieter einzahlt, zahlt damit erst einmal auf die einfachste Art: Konto aufladen, Betrag bestätigen, wenige Sekunden später ist das Wettguthaben da. Was diese Bequemlichkeit kostet – an Gebühren, an Limits, an Bedingungen, die erst beim Auszahlen sichtbar werden – steht selten auf der Werbeseite. Genau das ist der Gegenstand dieser Übersicht.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einem hellen Tisch neben einem Schlüsselbund, Tageslicht fällt von der Seite ein.
Die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF erteilte PayPal am 2. Juli 2007 eine Banklizenz, die nach EU-Richtlinien in der gesamten EU gilt.

Wer PayPal will, muss zuerst wissen, dass die österreichische Rechtslage den Zahlweg selbst nicht regelt. Kein Sportwettengesetz des Bundes und keines der neun Bundesländer schreibt vor, welche Methoden ein Wettunternehmer annehmen darf und welche nicht. Welche Online-Zahlungsmethoden ein Buchmacher anbietet, ist seine eigene Entscheidung, festgehalten in seinen AGB und auf der Hilfeseite, nicht in einem Gesetz. Die Bewilligung des Landes betrifft das Wettangebot und die Spielregeln, nicht den Klick im Einzahlungsmenü. PayPal zu nutzen ändert daher weder die 5 % Wettgebühr noch die Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung, und es ändert erst recht nicht die Frage, ob der Anbieter überhaupt eine österreichische Bewilligung hat.

Aktualisiert am 6. November 2026; Lizenzaussagen geprüft anhand der Angaben der Wettanbieter selbst (Impressum, Spielbedingungen, Wettordnung sowie Hilfeseiten).

Wie PayPal als Zahlweg bei Wettanbietern funktioniert

Eine PayPal-Einzahlung läuft über das eigene PayPal-Konto, das per Banküberweisung, Kreditkarte oder Guthaben gefüllt wird. Beim Wettanbieter wählt man PayPal aus dem Einzahlungsmenü, gibt den Betrag ein und bestätigt – bei bwin etwa erscheint das Guthaben nach den Angaben des Anbieters in 10 bis 20 Sekunden, sofern das PayPal-Konto gedeckt ist. Bei anderen Anbietern kann es Minuten dauern; eine österreichische Vorgabe dazu gibt es nicht, nur die allgemeine Erwartung, dass eine Einzahlung „unverzüglich“ gutgeschrieben wird.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes im Morgennebel.
Die Auszahlung eines PayPal-Guthabens auf ein Bankkonto ist bei PayPal kostenlos, wenn keine Währungsumrechnung nötig ist.

Beim Auszahlen geht es denselben Weg rückwärts – mit einem Haken: Wer mit PayPal auszahlen will, muss in den letzten Monaten erfolgreich mit PayPal eingezahlt haben. Bei bwin ist diese Frist sechs Monate. Wer länger nicht eingezahlt hat, muss den Umweg über die Bank gehen. Das ist kein österreichisches Recht, sondern eine Paypal-Regel: PayPal lässt sich nur auf ein Konto auszahlen, von dem aus auch eingezahlt wurde. Bei einer Auszahlung auf das Bankkonto selbst fällt bei PayPal kein Entgelt an, sofern keine Währungsumrechnung nötig ist; eine Auszahlung auf Debit- oder Kreditkarte kostet bei PayPal 1 % des Betrags, mindestens 0,25 € und höchstens 10,00 €.

Der entscheidende Punkt, den die meisten Hilfeseiten unterschlagen: Das PayPal-Konto und das Wettkonto müssen auf denselben Namen lauten. Das ist keine Höflichkeit der Anbieter, sondern eine Auflage der Geldwäschebekämpfung – wer mit fremdem Konto einzahlt, lässt die Auszahlung ins Leere laufen. Bei der Registrierung im Wettkonto wird die IBAN erst bei der ersten Auszahlung angegeben, was bei tipp3 ausdrücklich so vorgesehen ist, bei anderen Anbietern läuft die Bankverbindung früher ab.

Welche Wettanbieter in Österreich PayPal annehmen

Die folgende Übersicht zeigt, welche Wettanbieter aktuell PayPal als Ein- oder Auszahlungsmethode führen. Die Reihenfolge entspricht der rechtlichen Stellung in Österreich: an erster Stelle stehen Anbieter mit einer Bewilligung eines Bundeslandes nach dem jeweiligen Landes-Wettgesetz, im Anschluss folgen Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Bei Letzteren hängt die Einordnung vom jeweiligen Landrecht ab; pauschal „legal“ oder „illegal“ zu sagen wäre falsch, weil weder ein nationales Verbot noch eine nationale Liste existiert.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, davor eine regennasse Straße in der Dämmerung.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Die Spalte „Bewilligung“ nennt das österreichische Bundesland, das die Bewilligung erteilt hat, oder weist darauf hin, dass keine vorliegt. Die Spalte „Lizenz/Operator“ verweist auf die ausländische Lizenz, die der Anbieter selbst nennt, oder auf die österreichische Erlaubnis, je nachdem was zutrifft.

Anbieter Status der Bewilligung in Österreich Lizenz / Operator
tipp3 Niederösterreich (NÖ Wettgesetz) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Niederösterreich (NÖ Wettgesetz, nur Sportwetten) Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Vierklee Tirol (Bewilligung der Landesregierung) Vierklee Wettbüro GmbH
Admiral Oberösterreich (Oö. Wettgesetz) ADMIRAL Sportwetten GmbH
Merkur Bets Bewilligung eines Bundeslandes, Land nicht ausgewiesen k. A.
Starsportwetten Bewilligung eines Bundeslandes, ohne Bescheidnummer Star Sportwetten GmbH
bwin ohne österreichische Bewilligung MGA/CRP/688/2019
LeoVegas ohne österreichische Bewilligung MGA (Malta)
888sport ohne österreichische Bewilligung Gibraltar
Felixspin ohne österreichische Bewilligung nicht feststellbar

Bei tipp3 ist PayPal als Einzahlungsmethode gelistet, neben Kreditkarten, EPS-Überweisung, Google Pay, Apple Pay, Paysafecard und EuroBons; Bargeld gibt es zusätzlich in tipp3-Partnern, Kryptowährungen ausdrücklich nicht. win2day gehört zu den Anbietern, deren Hilfeseite PayPal nicht eigens hervorhebt; die Auszahlung läuft auf das registrierte Bankkonto, Spieler tragen die Auszahlungsgebühren. Bei Vierklee sind EPS, Klarna und Kreditkarten die genannten Methoden, mit dem ausdrücklichen Hinweis „nur einige der verfügbaren Varianten“; PayPal ist in der offiziellen Liste nicht aufgeführt. Admiral, Merkur Bets und Starsportwetten sind Anbieter mit Bewilligung, deren genaue Zahlungswege sich aus den App-Beschreibungen oder den Hilfeseiten ergeben; Merkur Bets etwa nennt PayPal, Paysafecard, Visa und Mastercard in der App-Beschreibung.

Unter den Anbietern ohne österreichische Bewilligung führen bwin, LeoVegas, 888sport und Felixspin PayPal in ihren Einzahlungsmenüs. Bei bwin sind PayPal-Einzahlungen gebührenfrei, das Geld erscheint nach 10 bis 20 Sekunden, Auszahlungen setzen eine PayPal-Einzahlung in den letzten sechs Monaten voraus, und Transaktionen laufen nur in € und £. Bei Felixspin liegt die PayPal-Mindesteinzahlung eigenen Angaben zufolge bei 20 €, bei den meisten anderen Methoden bei 10 € und bei Banküberweisung bei 25 €. 888sport nennt in der App-Beschreibung PayPal, Sofort, giropay, Visa, Mastercard, paysafecard und Skrill als Einzahlungsarten, dazu Livewetten, Cash Out und einen Wettkonfigurator.

Was PayPal bei Wettanbietern kostet

Die Werbung sagt: „Ein- und Auszahlungen gebührenfrei“. Das stimmt für die Wettanbieter-Seite, die in den meisten Fällen keine eigene Gebühr auf PayPal-Transaktionen legt. Aber es gibt drei Stellen, an denen Geld abgeht oder Grenzen greifen, die selten im Kleingedruckten stehen.

Wettgebühr des Bundes. Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 % nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. tipp3 gibt an, diese Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Andere Anbieter ziehen den Betrag vom Einsatz ab oder verrechnen ihn über die Quote. Was die Wettgebühr tatsächlich vom Spieler kostet, hängt also davon ab, wie der Wettanbieter sie weiterreicht – die meisten schlucken sie still über eine etwas niedrigere Quote, weshalb „5 %“ selten auf der Rechnung steht.

PayPal-eigene Kosten. Eine PayPal-Auszahlung auf das österreichische Bankkonto ist kostenlos, wenn keine Währungsumrechnung anfällt – das ist bei €-Konten in Österreich der Normalfall. Wer hingegen auf eine Kreditkarte auszahlt, zahlt 1 % des Betrags, mindestens 0,25 € und höchstens 10,00 €. Wer zwischen Währungen umrechnet, etwa mit einem USD-Konto bei einem €-Wettanbieter, schluckt den Spread; PayPal nennt den Wechselkurs, der Aufschlag ist nicht in jedem Hilfetext beziffert. Wer mit PayPal bei einer Online-Plattform einkauft, ohne den Wettanbieter gemeint, der zahlt anders – hier geht es nur um Wetten.

Limits und Mindestbeträge. Die meisten Wettanbieter setzen bei PayPal eine Mindesteinzahlung von 10 € an; bei Felixspin sind es 20 € bei PayPal gegen 10 € bei den meisten anderen Methoden und 25 € bei Banküberweisung. Eine allgemeine Höchstgrenze für PayPal-Einzahlungen gibt es bei österreichischen Bewilligungsinhabern nicht – was zählt, ist das Einzahlungslimit des Spielerschutzes. Bei win2day liegt das bei bis zu 250 € pro Woche für Spieler unter 26 Jahren und bis zu 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren, Gewinne zählen nicht dazu. Bei tipp3 sind wöchentliche Einzahllimits bis 1.950 € möglich, Einsatzlimits täglich bis 10.000 €, Verlustlimits wöchentlich bis 5.000 €.

Mindestumsatz vor Auszahlung. Bei tipp3 muss eingezahltes Guthaben einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann – das gilt unabhängig vom Zahlweg. Wer 50 € einzahlt und nichts davon verspielt, kann die 50 € nicht einfach zurückbuchen, sondern muss sie verwetten. Bei win2day werden Gewinne dem elektronischen Guthaben gutgeschrieben und sind vier Wochen lang beanspruchbar; Auszahlungsgebühren zahlt der Spieler.

Wer sich die PayPal-Variante ansieht, muss am Ende immer gegenrechnen: Wettgebühr 5 % auf den Einsatz, der vom Anbieter eingepreiste Anteil in der Quote, der Mindesteinsatz für eine allfällige Bonusbedingung, und die PayPal-eigenen Kosten von 0 € bis 1 % je nach Auszahlungsweg. Das ist die ehrliche Summe – nicht „kostenlos“, weil die Werbung den Einsatz vergisst.

Wettgebühr und Bonusumsatz – zwei Posten, die sich addieren

Ein Wort zur Bonusrechnung: Wer mit PayPal einzahlt und einen Neukundenbonus mitnimmt, steht vor zwei Bedingungenspaketen gleichzeitig. Das eine ist die Wettgebühr, die der Anbieter an den Bund entrichtet und über die Quote wieder hereinholt. Das andere ist der Bonusumsatz – bei österreichischen Anbietern oft ein mehrfacher Umsatz des Bonus- oder Einzahlungsbetrags zu einer Mindestquote. Beide treffen den Wettkunden, der zweite härter. Wer etwa einen 100 € Bonus zu einer 5-fachen Umsatzbedingung mit Mindestquote 1,50 nimmt, muss 500 € an qualifizierenden Wetten platzieren; bei einer angenommenen Anbietermarge von 5 % kostet das im Schnitt 25 €, und das ist die Hausnummer, mit der kalkuliert werden muss – nicht der „100 € Bonus“, der so klingt, als wäre er geschenkt.

PayPal: Mindesteinzahlung, Bearbeitungszeit, Auszahlungsweg

Die Eckdaten, die ein Wettkunde vor der Anmeldung wissen sollte, sind bei PayPal-Wettanbietern erstaunlich ähnlich, aber nicht identisch:

Wichtig für alle PayPal-Auszahlungen: Wer noch nie mit PayPal eingezahlt hat, bekommt auch kein PayPal-Geld ausgezahlt. Wer mit anderer Methode eingezahlt hat und auf PayPal umsteigen will, muss erst einen kleinen Betrag per PayPal einzahlen, dann ist der Weg frei – und auch dann nur in die vom Anbieter akzeptierten Währungen, bei bwin etwa € und £.

Was bei der ersten Auszahlung zusätzlich zu beachten ist

Bei tipp3 läuft die Verifikation vor der ersten Auszahlung – angeboten werden ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip oder Video Ident. Bei win2day prüft der Anbieter die Identität vor der ersten Auszahlung ebenfalls, und die Bankverbindung (ein Konto im EWR) ist dann erst anzugeben. Bei bwin und den ausländischen Anbietern ohne österreichische Bewilligung ist die Identitätsprüfung ebenso Pflicht, weil die EU-Geldwäscherichtlinien auch für MGA- und Gibraltar-Lizenzen gelten. In der Praxis heißt das: Wer mit PayPal einzahlt, aber die Identitätsprüfung scheut, schiebt das Problem nur vor sich her – die Auszahlung kommt ohnehin nicht ohne Ausweis.

Bonusangebote und PayPal: Welche Bedingungen greifen

Die Bonusbedingungen sind vom Zahlweg unabhängig – wer mit PayPal einzahlt, bekommt in der Regel denselben Bonus wie mit Kreditkarte oder EPS. Das heißt aber nicht, dass die Bedingungen gleich sind wie beim Echtgeld-Spielen ohne Bonus.

Die Standardauslage österreichischer Wettboni ist ein Einzahlungsbonus, oft 100 % bis zu einer Obergrenze, mit Umsatzfaktor und Mindestquote. Wer mit PayPal einzahlt, hat in der Regel Anspruch auf den Bonus, sofern der Anbieter den Zahlweg nicht explizit ausschließt; manche Anbieter schließen Skrill, Neteller oder andere E-Wallets aus, PayPal ist seltener ausgeschlossen. Es ist aber kein Automatismus. Was die Auszahlungsseite angeht, so können Bonusgewinne erst nach erfülltem Umsatz ausgezahlt werden – das gilt unabhängig vom Zahlweg.

Was bei PayPal-Boni wirklich kostet, ist die Kombination aus Umsatzfaktor und Mindestquote. Bei einer 5-fachen Umsatzbedingung zu Mindestquote 1,50 und einer angenommenen Anbietermarge von 5 % kostet das Freispielen des Bonus im Schnitt ein Viertel des Bonusbetrags. Wer 100 € Bonus holt und zu Bedingungen freispielen muss, die diese Voraussetzungen erfüllen, lässt statistisch etwa 25 € auf der Strecke. Bei höheren Umsatzfaktoren – 6-fach, 8-fach oder mehr – steigt dieser Betrag linear. Der Teufel liegt hier nicht in der „5 % Wettgebühr“, sondern in der Tatsache, dass jede einzelne Wette während des Freispielens die Marge des Anbieters trägt, und über 500 € oder 800 € Einsatz addiert sich das.

Eine Sonderbedingung, die nicht alle Anbieter offen kommunizieren: Manche Aktionen wie Quotenboosts oder Gratiswetten sind so kalkuliert, dass der Einsatz bei einer Gratiswette nicht zurückkommt – wer eine 10 €-Gratiswette zu Quote 3,00 gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Das ist die Standardlogik der Branche, aber sie steht selten im Werbebanner.

Spielerschutz: Was das österreichische Recht vorsieht und was es nicht vorsieht

Das österreichische Recht zum Sportwetten-Schutz ist nicht das, was manche Vergleichsseiten erzählen. Wer hier Klarheit sucht, muss zwischen drei Ebenen unterscheiden: Bundesrecht, Landesrecht, und Anbieterregeln.

Auf Bundesebene gilt: Sportwetten sind kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG). Das hat der Verwaltungsgerichtshof 2015 festgestellt (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019) und seither nicht revidiert. Was daraus folgt: keine bundesweite Konzession für Sportwetten, keine bundesweite Liste erlaubter Anbieter, kein bundesweites Sperrregister, kein bundesweites Einzahlungslimit. Das Glücksspielreformgesetz 2026, das zum Stand 14. Oktober 2026 noch als Entwurf vorliegt, schafft ein Sperr- und ein Limitregister für GSpG-Glücksspiel – Sportwetten sind ausdrücklich nicht erfasst. Das hilft dem Wettkunden, der sich selbst schützen will, nicht.

Auf Landesebene hat jedes der neun Bundesländer sein eigenes Wettgesetz. Niederösterreich (LGBl. Nr. 58/2020), Wien (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich und Tirol haben eigene Bewilligungen erteilt. Die Spielregeln unterscheiden sich: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder auf den nächsten Torschützen, in Niederösterreich ist die aktuelle Lage zur Livewette nicht feststellbar. Einsatzlimits sind ebenfalls landesspezifisch: Oberösterreich und Niederösterreich nennen 500 € pro Wette, Wien an terminalen Annahmestellen ohne Schalter 50 € pro Wette; für Online-Anbieter ohne klare Zuordnung ist die Lage nicht abschließend geregelt. Was das alles für den konkreten Anbieter heißt, hängt davon ab, von wo aus er seine Daten bereitstellt – der Verwaltungsgerichtshof hat am 9. April 2026 den Serverstandort als Anker für das Oberösterreich-Recht bestätigt (Ra 2025/02/0037).

Auf Anbieterseite sind die Limits eigene Regeln, die der Anbieter in seinen AGB oder in der Wettordnung festhält. win2day etwa nennt für Sportwetten eine Wochenobergrenze von 250 € für Spieler unter 26 Jahren, ab 26 Jahren eine Monatsobergrenze von 1.680 €, beides auf Antrag individuell erhöhbar. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, das Guthaben bleibt im Konto; die Selbstsperre ist 1, 2 oder 3 Jahre, das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen, und beide Sperren sind nach dem Beginn nicht aufhebbar. Bei tipp3 gibt es zusätzlich ein wöchentliches Einzahllimit bis 1.950 €, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €.

Wichtig: Die Selbstsperre eines Anbieters sperrt nur dort. Es gibt in Österreich kein nationales Sportwetten-Sperrregister. Wer bei drei Anbietern parallel spielt, muss sich auch bei allen dreien separat sperren. Das gilt erst recht für Anbieter ohne österreichische Bewilligung – die österreichische Anbietersperre greift dort ohnehin nicht.

Hilfe bei Problemen mit Spielverhalten bietet Playsponsible.at, die zentrale Anlaufstelle der österreichischen Glücksspiel- und Wettbranche.

Welche Limits und Spielregeln der Gesetzgeber Paypal-Anbietern setzt

Die Limits, die der Wettkunde bei einem österreichischen Bewilligungsinhaber findet, sind Mischung aus Landesrecht und Anbieterregeln. Wer die einzelnen Werte nebeneinanderlegt, sieht schnell, dass sie nicht aus einer Quelle stammen:

Anbieter Wöchentliches Einzahllimit Tägliches Einsatzlimit Wöchentliches Verlustlimit Selbstsperre
win2day 250 € (< 26 J.) / 1.680 €/Monat (ab 26) k. A. k. A. Anbietersperre
tipp3 bis 1.950 € einstellbar bis 10.000 € einstellbar bis 5.000 € einstellbar 1, 2 oder 3 Jahre, nicht aufhebbar
bwin eigene Limits eigene Limits eigene Limits eigene Sperre
LeoVegas eigene Limits eigene Limits eigene Limits eigene Sperre
888sport eigene Limits eigene Limits eigene Limits eigene Sperre
Felixspin eigene Limits eigene Limits eigene Limits eigene Sperre

Bei win2day ist zu beachten, dass Gewinne nicht zum Einzahllimit zählen – wer 1.680 € im Monat einzahlt und 500 € gewinnt, kann den Gewinn auf das Bankkonto auszahlen lassen, ohne das Limit zu berühren. Bei tipp3 sind die Limits freiwillige Einstellungen des Spielers, nicht gesetzliche Obergrenzen – wer nichts einstellt, hat kein Limit. Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung sind die Limits in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder im verantwortungsvollen Spielen-Bereich hinterlegt, oft aber weniger streng.

Wer unter 26 ist, hat die strengsten Limits

Die striktesten Limits für Spieler unter 26 Jahren sind eine österreichische Besonderheit, die sich aus dem Glücksspielrecht der Länder und der Anbieterpraxis zusammensetzt. Bei win2day bedeutet das im Klartext: Wer 22 ist, kann pro Woche (Freitag bis Donnerstag) maximal 250 € einzahlen. Wer 28 ist, hat das Monatslimit von 1.680 €, aber keine Wochenobergrenze. Beide Limits sind auf Antrag erhöhbar, was den theoretischen Schutz verwässert; in der Praxis wird der Antrag ohne triftigen Grund selten bewilligt.

Diese Schutzregel gilt unabhängig vom Zahlweg. Wer mit PayPal einzahlt und 23 ist, kann nicht mehr einzahlen, nur weil PayPal „schneller“ ist. Was schneller geht, ist die Gutschrift – nicht das Limit.

Ohne österreichische Bewilligung: Was das für den Wettkunden bedeutet

Die Anbieter ohne österreichische Bewilligung – bwin, LeoVegas, 888sport, Felixspin – sind nicht einfach „illegal“. Die Rechtslage ist komplizierter: Sportwetten sind kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes, die österreichische Bewilligungspflicht greift nur dort, wo das Landesrecht es vorsieht, und die Landesgesetze binden die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter seine Daten bereitstellt. bwin mit MGA-Lizenz auf Malta, 888sport mit Gibraltar-Lizenz, LeoVegas ebenfalls MGA – das sind EU- oder EWR-Lizenzen, keine österreichischen.

Drei Dinge, die ein österreichischer Wettkunde bei diesen Anbietern beachten muss:

Spielerschutz nach deren Regeln. Die österreichische Selbstsperre greift dort nicht. Wer sich bei win2day sperrt, ist bei bwin nicht gesperrt. Wer bei bwin eine eigene Sperre einrichtet, gilt nur dort. Eine österreichische Behörde, die einen Streit mit einem dieser Anbieter schlichtet, gibt es nicht; zuständig wäre die ausländische Lizenzbehörde – Malta Gaming Authority oder die Gambling Commissioner in Gibraltar.

Steuer. Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz gilt auch für Wetten, die von Österreich aus bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Das hat der Bundesfinanzgerichtshof am 12. Mai 2026 ausdrücklich bestätigt (RV/7100519/2026). Dass die Wettgebühr bezahlt wird, bedeutet allerdings nicht, dass der Anbieter eine österreichische Bewilligung hat – die Gebühr schuldet der Anbieter, nicht der Spieler, und eine bezahlte Gebühr ist kein Gütesiegel.

Gewinnauszahlung. Auszahlungen laufen bei diesen Anbietern auf das PayPal-Konto (sofern vorhanden), auf eine Kreditkarte oder per Banküberweisung, je nach Anbieter. Bei bwin ist PayPal als Auszahlungsweg möglich, wenn in den letzten sechs Monaten mit PayPal eingezahlt wurde. Die Frage, ob ein österreichischer Wettkunde seine Gewinne einklagen könnte, wenn der Anbieter nicht auszahlt, hängt vom Sitz des Anbieters ab und vom anwendbaren Recht – die österreichische Gerichtsbarkeit ist hier nicht automatisch zuständig.

Wer mit PayPal bei einem dieser Anbieter einzahlt, bekommt denselben Service wie Spieler in Deutschland, Malta oder Großbritannien – die Anbieter differenzieren nicht nach Staatsbürgerschaft. Wer mit österreichischem Wohnsitz spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Anbieter österreichisches Recht nicht anwenden.

Wer unter den PayPal-Wettanbietern am besten passt

Die Auswahl an PayPal-Wettanbietern ist überschaubar, weil nicht jeder Bewilligungsinhaber PayPal führt und nicht jeder große internationale Anbieter in Österreich erreichbar ist. Wer die zehn Anbieter aus der Übersicht nach Anforderungen sortiert, bekommt etwa das folgende Bild:

Wer eine österreichische Bewilligung will: tipp3 und win2day sind die einzigen beiden, die im Impressum und in der Wettordnung ein Land nennen (Niederösterreich) und PayPal tatsächlich führen. tipp3 ist hier die breitere Antwort, weil das Angebot an Zahlwegen größer ist und die Spielregeln klar dokumentiert sind. win2day hat das strengere Limitsystem für junge Spieler, fällt aber bei PayPal etwas zurück, weil die offiziellen Hilfetexte PayPal nicht eigens hervorheben.

Wer Livewetten und Quotenboosts will: 888sport ist der Anbieter mit dem umfangreichsten Livewetten-Angebot in der Liste, mit Cash Out, einem Wettkonfigurator und Quotenboosts in den 888 Specials. Allerdings ohne österreichische Bewilligung.

Wer schnelle Einzahlungen will: bwin und Merkur Bets sind die schnellsten aus der Liste, mit Gutschrift in 10 bis 20 Sekunden. Bei bwin kommt die PayPal-Auszahlung dazu, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

Wer kleine Beträge einzahlen will: Die meisten Anbieter akzeptieren 10 € per PayPal; Felixspin setzt die PayPal-Mindesteinzahlung bei 20 €, vierklee ist für PayPal nicht aussagekräftig, weil die offizielle Liste es nicht nennt.

Wer ohne österreichische Bewilligung spielen will: bwin, LeoVegas, 888sport und Felixspin. Hier ist die Bewertung nicht „legal/illegal“, sondern eine Frage der eigenen Risikobereitschaft: ausländische Lizenz, ausländischer Spielerschutz, ausländisches Recht im Streitfall.

Worauf der Blick in die AGB achten sollte

Wer vor der Einzahlung drei Dinge prüft, hat die meisten Überraschungen vermieden:

  1. Steht PayPal in der Liste der zugelassenen Ein- und Auszahlungsmethoden? Manche Anbieter mit österreichischer Bewilligung führen PayPal, andere nicht, und die Hilfetexte sind nicht immer aktuell.
  1. Wie ist die Umsatzbedingung für den Bonus – Faktor, Mindestquote, Frist? Ein 100 €-Bonus mit 5-fachem Umsatz und Mindestquote 1,50 kostet statistisch etwa ein Viertel des Bonusbetrags. Wer den Bonus mitnimmt, sollte das wissen.
  1. Welche Limits gelten für die PayPal-Einzahlung, und ist das Einzahllimit höher als das PayPal-Limit? Bei win2day ist das Wochenlimit 250 € für unter 26-Jährige; eine 200 €-Einzahlung ist möglich, eine 300 €-Einzahlung am gleichen Tag nicht – egal ob PayPal oder Banküberweisung.

Ein vierter Punkt, der oft übersehen wird: Bei tipp3 muss eingezahltes Guthaben einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Wer 50 € einzahlt, einmal 20 € setzt und 30 € auszahlen will, schaut durch. Bei anderen Anbietern ist diese „Rollover“-Bedingung nicht so hart – aber sie existiert fast überall. Wer mit PayPal einzahlt, muss das wissen.

Worauf die Werbung nicht hinweist

Drei Stellen, an denen die PayPal-Vermarktung das Bild beschönigt:

„Kostenlose Ein- und Auszahlung“ stimmt für die Wettanbieter-Seite. Sie stimmt nicht für die Wettgebühr, die der Anbieter über die Quote wieder hereinholt. Sie stimmt nicht für die PayPal-eigene Gebühr von 1 % bei Auszahlung auf Kreditkarte (mindestens 0,25 €, höchstens 10,00 €). Sie stimmt nicht für die Wettmarge, die in jeder Quote steckt und sich über die Umsatzbedingungen eines Bonus vervielfacht.

„PayPal schützt Ihre Zahlung“ stimmt für den Käuferschutz bei Waren und Dienstleistungen. Er gilt nicht für Wetteinsätze, weil Wetten keine „Ware“ sind und das Wettkonto kein „Verkäufer“ ist. Wer bei einer Wette nicht ausgezahlt wird, kann sich nicht an PayPal wenden, um sein Geld zurückzubekommen. Der Käuferschutz hilft hier nicht.

„Sofortige Auszahlung“ ist relativ. Bei bwin geht die PayPal-Auszahlung in Minuten. Bei tipp3 läuft die Bankauszahlung nur an Werktagen, sie braucht 1 bis 2 zusätzliche Bankwerktage. Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung hängt es vom Anbieter selbst ab; manche brauchen 24 Stunden Bearbeitung, manche mehrere Tage. Wer einen Notfall hat, sollte vorher prüfen.

Ein Wort zur Wettgebühr selbst, weil sie gerne vergessen wird: Die 5 % Wettgebühr auf den Einsatz ist österreichisches Bundesrecht, gilt seit dem 1. April 2025 in voller Höhe und wird vom Anbieter – nicht vom Wettkunden – an den Bund entrichtet. Wer die Wettgebühr trägt, hängt vom Anbieter ab; tipp3 gibt an, sie bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten vom Gewinn abzuziehen. Andere Anbieter rechnen sie in die Quote ein; dann steht sie nicht auf der Rechnung, ist aber im realen Gewinn enthalten. Wer einen Bonus mit 5-fachem Umsatz zu Mindestquote 1,50 nimmt, bezahlt die Wettgebühr mehrmals, weil jeder Einsatz 5 % kostet – so oder so.

Wenn etwas schiefgeht: Beschwerdewege und Hilfen

Wer sich bei einem österreichischen Anbieter mit PayPal eingezahlt hat und ein Problem hat, hat drei Stellen, an die er sich wenden kann:

Beim Anbieter selbst. Jeder seriöse Wettanbieter hat einen Kundenservice, der per Live-Chat, E-Mail oder Telefon erreichbar ist. Die meisten Beschwerden – Auszahlung verzögert, Bonus nicht gutgeschrieben, Quote falsch angezeigt – lassen sich hier klären.

Beim Lotterien- und Glücksspielaufsichtsamt des jeweiligen Bundeslandes. Bei Anbietern mit niederösterreichischer Bewilligung (tipp3, win2day) ist das die NÖ Landesregierung, Abteilung Wettangelegenheiten. Für tiroler Anbieter die Tiroler Landesregierung, für oberösterreichische die Oö. Landesregierung.

Bei der europäischen Verbraucherzentrale. Wer mit einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung in Konflikt gerät (bwin, LeoVegas, 888sport), bekommt hier eine erste Anlaufstelle; die endgültige Streitbeilegung läuft dann über die Lizenzbehörde (MGA, Gibraltar) oder das ausländische Gericht.

Die zentrale Anlaufstelle bei Spielsuchtproblemen ist Playsponsible.at – nicht die Wettanbieter selbst, weil die Anbieter-Hotlines keine Therapie anbieten, sondern Weiterleitungen. Die österreichische Sperre ist Anbieter- und Land-spezifisch; wer sich bei win2day sperrt, kann bei tipp3 weiterspielen, sofern er dort ein Konto hat und nicht gleichzeitig gesperrt ist. Eine zentrale Sperrdatei für Sportwetten existiert in Österreich nicht. Das unterscheidet Sportwetten von GSpG-Glücksspiel, das im Glücksspielreformgesetz 2026 eine zentrale Sperrdatei bekommen soll – aber dort ist Sportwetten wieder ausgenommen.

Anbieter im Detail: Wer akzeptiert PayPal unter welchen Bedingungen

tipp3

tipp3 ist der österreichische Bewilligungsinhaber mit dem breitesten Zahlwegsangebot. Wer mit PayPal einzahlt, sieht das Geld auf dem Wettkonto, sobald PayPal die Transaktion bestätigt – bei tipp3 läuft PayPal wie jede andere Sofort-Einzahlung. Die Auszahlung auf das Bankkonto ist auf Werktage Montag bis Freitag beschränkt und braucht danach 1 bis 2 Bankwerktage; wer mit PayPal auszahlt, sollte hier den Wunsch nach Sofort-Auszahlung mit dem Wochenende abgleichen. Eine wichtige Eigenheit: Eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann – wer mit PayPal 50 € einzahlt und 30 € davon zurückwill, ohne sie verspielt zu haben, schaut durch.

Die Wettgebühr trägt tipp3 bei verlorenen Wetten selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Das ist transparenter als die meisten anderen Anbieter und macht die Marge für den Wettkunden sichtbar. Die Selbstsperre kann 1, 2 oder 3 Jahre laufen und ist nach Beginn nicht aufhebbar; das ist hart, aber konsequent. Die Verifikation vor der ersten Auszahlung läuft über ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip oder Video Ident. Ein Konto im EWR ist Voraussetzung, eine IBAN pro tipp3-Konto.

Für wen: Wer eine österreichische Bewilligung will und ein breites Zahlwegsangebot schätzt, ist mit tipp3 richtig. Wer schnelle Auszahlungen auch am Wochenende braucht, schaut sich bei bwin oder anderen Anbietern um.

win2day

win2day teilt die niederösterreichische Bewilligung mit tipp3 – beide berufen sich auf den Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 mit der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Das Sportwetten-Angebot von win2day ist nicht Glücksspiel im Sinne des GSpG, sondern unterliegt dem Landes-Wettgesetz; die Lotterie- und Casinospiele von win2day laufen unter der bundesrechtlichen Konzession und sind hier nicht gemeint.

Die Zahlungswege sind bei win2day konservativer als bei tipp3. PayPal ist nicht eigens auf der Hilfeseite hervorgehoben, und die offiziell genannten Auszahlungsmethoden laufen auf das registrierte Bankkonto; Spieler tragen die Auszahlungsgebühren. Gewinne werden vier Wochen lang beanspruchbar im elektronischen Guthaben gehalten, danach verfallen sie ohne Gutschrift – das ist eine Eigenheit, die man kennen muss. Die Identitätsprüfung läuft vor der ersten Auszahlung, die Bankverbindung (ein Konto im EWR) ist dann erst anzugeben.

Für wen: Wer das niedrigste Einzahllimit für junge Spieler sucht (250 € pro Woche unter 26), ist hier richtig. Wer mit PayPal auszahlen will, sollte vorher prüfen, ob der Anbieter das aktuell anbietet.

Vierklee

Vierklee ist der Anbieter mit der tiroler Bewilligung. Die offizielle Liste der Einzahlungsmethoden umfasst EPS, Klarna und Kreditkarten mit dem ausdrücklichen Hinweis „nur einige der verfügbaren Varianten“. PayPal ist in dieser Liste nicht sichtbar – die Wettanbieter betreiben in Tirol eine Annahmestellen- und Terminalstruktur, das Online-Angebot ist schmaler als bei tipp3 oder win2day.

Die Bewertung fällt eindeutig aus: Wer mit PayPal einzahlen will, ist bei Vierklee falsch. Wer eine stationäre Wettannahmestelle mit Anbindung an ein Online-Konto sucht, kann Vierklee in Tirol nutzen, muss aber für die Einzahlung eine andere Methode wählen.

Admiral

Admiral ist ein österreichischer Anbieter mit Bewilligung nach dem Oberösterreichischen Wettgesetz. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH gehört zur Novomatic-Gruppe und hat ihren Sitz in Gumpoldskirchen, Niederösterreich; das Unternehmen war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Das Online-Angebot ist um PayPal, Kreditkarten und Sofortzahlungsmethoden aufgebaut; die genauen Zahlungswege ergeben sich aus der Hilfeseite und der App.

Für wen: Wer die Marke Admiral kennt und ein etabliertes österreichisches Wettunternehmen mit oberösterreichischer Bewilligung sucht, ist hier richtig. Wer ausschließlich mit PayPal einzahlen will, sollte vor der Anmeldung prüfen, ob der Anbieter PayPal tatsächlich führt.

Merkur Bets

Merkur Bets gehört zu den Anbietern mit einer Bewilligung eines Bundeslandes – das genaue Land und der Bescheid werden vom Anbieter nicht öffentlich genannt. Die App-Beschreibung listet PayPal, Paysafecard, Visa und Mastercard als Ein- und Auszahlungsmethoden, dazu einen In-App-Chat-Support.

Für wen: Wer PayPal will und eine österreichische Bewilligung schätzt, ist hier richtig. Die fehlende Transparenz beim Land und beim Bescheid ist ein Wermutstropfen; wer es genau wissen will, fragt beim Anbieter oder beim zuständigen Landesamt nach.

Starsportwetten

Starsportwetten nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem die Starbet24 GmbH die Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erhalten hat – aber ohne Bundesland und ohne Bescheidnummer. Die Zahlungswege sind in der App-Beschreibung nicht eigens aufgelistet; PayPal ist hier eine Möglichkeit, aber keine dokumentierte.

Für wen: Wer eine österreichische Bewilligung will, ist hier formal richtig. Wer den Zahlweg PayPal sucht, sollte vor der Anmeldung prüfen.

bwin

bwin ist der größte Anbieter ohne österreichische Bewilligung in der Liste. Lizenz ist die MGA/CRP/688/2019 aus Malta. PayPal-Einzahlungen sind gebührenfrei und erscheinen bei vorhandenem PayPal-Konto nach 10 bis 20 Sekunden – das ist die schnellste Variante in der Liste. Auszahlungen auf PayPal setzen eine erfolgreiche PayPal-Einzahlung in den letzten sechs Monaten voraus, Transaktionen laufen nur in € und £, regelmäßige Zahlungen werden nicht unterstützt.

Die österreichische Wettgebühr von 5 % wird bezahlt; das hat der Bundesfinanzgerichtshof bestätigt, bedeutet aber nicht, dass bwin eine österreichische Bewilligung hat. Die Selbstsperre ist die eigene Sperre von bwin, ohne Anbindung an ein österreichisches Register. Wer hier spielt, hat das umfangreichste Wettprogramm der Liste, aber keinen österreichischen Ansprechpartner bei Streit.

Für wen: Wer ein großes Wettprogramm, schnelle PayPal-Einzahlungen und die Bequemlichkeit einer ausländischen Lizenz will, ist mit bwin gut bedient. Wer eine österreichische Bewilligung als Voraussetzung sieht, ist hier falsch.

LeoVegas

LeoVegas ist ebenfalls ohne österreichische Bewilligung, mit MGA-Lizenz aus Malta. Die App listet PayPal, Paysafecard, Sofort/Klarna, Trustly, Skrill, Visa und Mastercard; eigene Einzahlungs- und Verlustlimits und Live-Chat-Support sind Standard. Das Sportwetten-Angebot ist nicht das größte der Branche, aber für Gelegenheitsspieler ausreichend.

Für wen: Wer ausländische Lizenz akzeptiert und ein solides Sportwetten-Angebot will, ist hier richtig. Wer Österreich als Standort für die Lizenz voraussetzt, ist falsch.

888sport

888sport hat eine Gibraltar-Lizenz, keine österreichische Bewilligung. Die App-Liste der Funktionen ist umfangreich: Livewetten, Cash Out, Wettkonfigurator (Bet Builder), BetFeed und 888 Specials (Quotenboosts). Einzahlungsarten: PayPal, Sofort, giropay, Visa, Mastercard, paysafecard und Skrill.

Für wen: Wer Livewetten und Quotenboosts will, ist bei 888sport am besten bedient. Die Gibraltar-Lizenz ist EU-rechtlich anerkannt, aber keine österreichische.

Felixspin

Felixspin ist der jüngste Anbieter in der Liste, ohne klare Lizenz. Die eigenen Angaben umfassen Visa, Mastercard, Skrill, Neteller, PayPal, Paysafecard, Banküberweisung, Apple Pay und Google Pay; Mindesteinzahlung 10 €, bei PayPal 20 €, bei Banküberweisung 25 €.

Für wen: Wegen der fehlenden Lizenztransparenz ist Vorsicht geboten. Wer einen PayPal-Anbieter mit klarer Lizenz sucht, ist hier falsch. Wer eine kleine Mindesteinzahlung bei PayPal will, findet sie immerhin genannt, aber das Lizenzvakuum wiegt schwer.

Der Blick über den Tellerrand: Was die Wettgebühr tatsächlich ausmacht

5 % Wettgebühr klingt wenig. 5 % auf einen 100 €-Einsatz sind 5 €, die man nicht sieht, weil der Anbieter sie in die Quote einpreist. Bei einer angenommenen Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) von 95 % sind effektiv 5 % Marge in jeder Wette – die Wettgebühr verschiebt diese Marge nach oben. Wer lange genug spielt, summiert sich das.

Eine Beispielrechnung, was eine Wettgebühr über ein Jahr kostet:

Diese Rechnung zeigt, warum die Wahl des Bonus und des Zahlwegs nicht symbolisch ist: Wer einen Bonus mit niedrigem Umsatzfaktor und ohne Mindestquote nimmt, ist besser gestellt als einer, der den höchsten Bonusbetrag wählt. PayPal als Zahlweg ändert daran nichts – die Marge liegt in der Quote und in den Umsatzbedingungen.

Das Bild hinter der Werbung

Wer die Anbieter-Webseiten liest, sieht zuerst die Werbung: Willkommensbonus, schnelle Auszahlung, PayPal wird akzeptiert. Wer dann die Hilfeseite öffnet, sieht die Details: Mindesteinzahlung 10 € oder 20 €, PayPal-Auszahlung nur nach PayPal-Einzahlung der letzten Monate, Konto im EWR, Identitätsprüfung vor Auszahlung, Wettgebühr im Gewinn. Wer dann die AGB liest, sieht die Selbstsperre-Dauer, die Verlustlimit-Vorgaben, die Rollover-Bedingung für eingezahltes Guthaben. Wer dann die Wettordnung liest, sieht die Limits für unter 26-Jährige und die Fristen für Gewinnbeanspruchung.

Diese Schichten sind nicht versteckt – sie sind nur lang. Wer die Zeit nimmt, sie zu lesen, spart sich Überraschungen bei der ersten Auszahlung.

Häufige Fragen zu PayPal bei österreichischen Wettanbietern

Welche Wettanbieter in Österreich akzeptieren PayPal?

Unter den Anbietern mit österreichischer Bewilligung führen tipp3, Merkur Bets und (mit Einschränkung) Starsportwetten PayPal. win2day und Admiral nennen PayPal teilweise, Vierklee nicht in der offiziellen Liste. Unter den Anbietern ohne österreichische Bewilligung bieten bwin, LeoVegas, 888sport und Felixspin PayPal an. Welche Methoden tatsächlich verfügbar sind, hängt von der laufenden Aktualisierung der Anbieter ab – vor der Einzahlung ist ein Blick in die Hilfeseite sinnvoll.

Wie hoch ist die Mindesteinzahlung per PayPal?

Die meisten Anbieter setzen sie bei 10 €. Felixspin verlangt 20 € bei PayPal gegen 10 € bei den meisten anderen Methoden und 25 € bei Banküberweisung. Eine österreichische Obergrenze oder Untergrenze existiert nicht; was zählt, ist das Einzahllimit des Anbieters (win2day: 250 € pro Woche unter 26, 1.680 € pro Monat ab 26; tipp3: bis 1.950 € pro Woche freiwillig).

Was kostet eine PayPal-Auszahlung auf das Bankkonto?

Bei PayPal selbst ist die Auszahlung auf das österreichische Bankkonto kostenlos, sofern keine Währungsumrechnung nötig ist – das ist bei €-Konten der Normalfall. Auf eine Debit- oder Kreditkarte kostet sie 1 % des Betrags (mindestens 0,25 €, höchstens 10,00 €). Die Wettanbieter selbst verlangen in der Regel keine eigene PayPal-Gebühr, können aber Auszahlungsgebühren in Rechnung stellen (win2day: Auszahlungsgebühr trägt der Spieler). Bei tipp3 ist die Bankauszahlung auf Werktage Montag bis Freitag beschränkt und braucht zusätzlich 1 bis 2 Bankwerktage.

Muss das PayPal-Konto auf denselben Namen lauten wie das Wettkonto?

Ja. Die Geldwäsche-Regeln verlangen, dass Einzahlungen und Auszahlungen über Konten laufen, die auf den Namen des Wettkonto-Inhabers lauten. Wer ein fremdes PayPal-Konto nutzt, läuft in eine Auszahlungssperre – die Anbieter prüfen die Namensübereinstimmung vor der ersten Auszahlung. Bei einer Übergabe des PayPal-Kontos an Dritte erlischt die Auszahlungsoption vollständig, und eine spätere Korrektur ist aufwendig. Die bei tipp3 angebotene Identitätsprüfung per ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip oder Video Ident deckt genau diese Anforderung ab.

Gibt es in Österreich eine gesetzliche Vorgabe, welche Zahlungsmethoden erlaubt sind?

Nein. Sportwetten sind kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes, und kein Bundes- und kein Landes-Wettgesetz schreibt vor, welche Methoden ein Wettunternehmer annehmen darf. Welche Zahlungswege ein Anbieter anbietet, ist seine eigene Entscheidung und steht in seinen AGB. Das geplante Glücksspielreformgesetz 2026 mit seinem Sperr- und Limitregister betrifft nur GSpG-Glücksspiel; Sportwetten sind ausdrücklich ausgenommen. Wer mit PayPal einzahlt, bewegt sich also im Rahmen der Anbieter-AGB, nicht einer gesetzlichen Schiene.

Gelten Bonusangebote auch bei PayPal-Einzahlung – und welche Umsatzbedingungen sind daran geknüpft?

In der Regel ja. Die meisten österreichischen Anbieter schließen PayPal nicht aus dem Bonus aus; manche schließen Skrill, Neteller oder andere E-Wallets aus. Die Bonusbedingungen sind unabhängig vom Zahlweg: ein Umsatzfaktor (oft 3-fach bis 8-fach), eine Mindestquote (1,50 bis 2,00), eine Frist (7 bis 30 Tage). Wer mit PayPal einzahlt und einen Bonus mitnimmt, trägt den Umsatz plus die Wettgebühr des Bundes, was die effektive Kostenquote nach oben treibt. Eine 5-fache Umsatzbedingung mit Mindestquote 1,50 kostet bei einer angenommenen Marge von 5 % etwa ein Viertel des Bonusbetrags allein an Marge, plus die Wettgebühr von 5 % auf jeden Einsatz.

Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten Strategie»