Beste Wettseiten in Österreich 2026

Updated November 2026
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Stand: 6. November 2026 – geprüft gegen das NÖ Wettgesetz, das Oö. Wettgesetz und die Wettgebühr-Regelung des GebG.

Ein Tennisplatz aus Sand liegt menschenleer im ersten Licht der Morgendämmerung, die Netze hängen still.
Interwetten wurde im September 1990 in Wien gegründet; als Inhaberin der Malta-Lizenzen wird die Interwetten Gaming Ltd. genannt.

Eine österreichweite Liste bewilligter Wettanbieter gibt es nicht. Jedes der neun Bundesländer vergibt seine eigene Bewilligung, eine ausländische Lizenz ersetzt sie nicht, und die Aufsicht liegt bei der jeweiligen Landesregierung. Wer in Österreich eine Wettseite sucht, muss also zwei Dinge trennen: die Marke, die im Impressum eine Bewilligung nennt, und die Marke, die nur eine Malta- oder Curaçao-Lizenz vorweist. Der Abschnitt „Die Top-10-Wettseiten für Österreich 2026“ macht das für jeden Eintrag kenntlich.

Rechtslage: Warum die Bewilligung in Österreich vom Bundesland abhängt

Keine nationale Lizenz, keine nationale Liste

Sportwetten fallen in Österreich nicht unter das Glücksspielgesetz. Der Verwaltungsgerichtshof hat das im Juli 2015 ausdrücklich festgestellt: Die klassische Sportwette ist ein Geschicklichkeitsspiel und keine Glücksspielhandlung. Damit gibt es weder eine bundesweite Konzession noch eine Bundesbehörde, die ein Verzeichnis bewilligter Anbieter führt. Wer eine Liste „aller in Österreich lizenzierten Wettanbieter“ sucht, sucht etwas, das es nicht gibt.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Bleistift liegen auf einem Schreibtisch im Licht einer Lampe.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung am 10.12.2020.

Die Bewilligungspflicht liegt bei den Ländern. Jedes Bundesland hat ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Behörde. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz. Die zuständige Stelle ist die jeweilige Landesregierung, in Wien der Magistrat. Wer im Impressum eines Anbieters eine konkrete Bescheidnummer findet, kann die Bewilligung beim zuständigen Land nachvollziehen. Wer nur eine ausländische Lizenznummer findet, hat keine österreichische Bewilligung vor sich.

Was das für Online-Wetten bedeutet

Die Landgesetze binden die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt. Der VwGH hat das im April 2026 nochmals bestätigt: Der Serverstandort – und damit der Ort der Datenbereitstellung – ist der Anker für die Frage, ob das Oö. Wettgesetz greift. Das hat zwei Folgen: Ein Anbieter mit Sitz in Malta, dessen Server in Malta steht, fällt für österreichische Kunden nicht automatisch unter ein Landgesetz. Umgekehrt kann ein Anbieter mit Wiener Büro und ausländischem Server formal außerhalb der heimischen Bewilligungspflicht liegen.

Ein Fußball liegt auf dem Rasen eines leeren Platzes im Morgennebel, im Hintergrund verschwimmen die Tribünen.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Für Spieler heißt das: Es gibt keine Stelle, die eine zentrale Auskunft gibt. Wer sicher sein will, dass sein Buchmacher eine österreichische Bewilligung hat, liest das Impressum und gleicht die genannte Bescheidnummer mit der zuständigen Landesregierung ab.

Was passieren darf und was nicht

Die Länder regeln auch, was gewettet werden darf und in welcher Form. Sportereignisse sind überall zulässig. Wetten auf Politik oder Fernsehshows sind nach der Auffassung des BMF in der Regel unzulässig. Virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und können nicht von einem Land als Sportwette bewilligt werden. Zu E-Sport gibt es keine gesicherte Rechtsauffassung – wer darauf wettet, sollte beim Anbieter nachfragen, auf welcher Grundlage das Angebot steht.

Bei Livewetten unterscheiden sich die Regeln erheblich. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis. Oberösterreich lässt sie nur auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf die Frage, wer als Nächstes trifft. Welche Regel aktuell in Niederösterreich gilt, ist nicht abschließend dokumentiert. Wer Livewetten nutzt, muss die Regel des Landes kennen, in dem der Anbieter bewilligt ist – pauschale Aussagen wie „Livewetten sind in Österreich verboten“ treffen so nicht zu.

Einsatzlimits, Selbstsperre und Spielerschutz

Die Einsatzlimits variieren je nach Land. Oberösterreich und Niederösterreich nennen 500 € pro Wette, Wien 50 € pro Wette an terminal ohne Schalter. Für Online-Wetten außerhalb dieser drei Länder ist keine einheitliche Grenze dokumentiert. Was die Anbieter selbst an Limits setzen, steht in deren Spielbedingungen.

Eine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten existiert nicht. Die Selbstsperre läuft pro Anbieter und pro Land. tipp3 etwa bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren. Beide sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. In Wien ist eine Aufhebung frühestens nach zwei Jahren möglich. Wer sich selbst aussperren will, muss das bei jedem Anbieter einzeln tun – ein zentrales Register, wie es das Glücksspielreformgesetz 2026 für GSpG-Bereiche vorsieht, gilt für Sportwetten nicht.

Ein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten gibt es ebenfalls nicht. Oppositionsanträge in der Steiermark und in Niederösterreich aus dem Jahr 2025 fordern eines, bislang ohne Erfolg. Die Limits, die Anbieter wie win2day oder tipp3 setzen, sind freiwillig: win2day begrenzt Einzahlungen bis 26 Jahre auf 250 € pro Woche, ab 26 Jahren auf 1.680 € pro Kalendermonat. tipp3 lässt wöchentliche Einzahlungen bis 1.950 € und tägliche Einsätze bis 10.000 € zu. Beide Limits sind nur die Hausordnung des Anbieters, nicht das Gesetz.

Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Das gilt für Wien und Oberösterreich, und die Anbieter geben es selbst in ihren Spielerschutz-Hinweisen an. Minderjährige können auch über ausländische Anbieter nicht wetten – die Anbieter prüfen das bei der Registrierung.

Wettgebühr: 5 Prozent auf jeden Einsatz

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Gebühr von 5 Prozent. Die Grundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag der Satz seit Oktober 2005 bei 2 Prozent. Die Gebühr wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Spieler, und sie fällt auch auf Wetten an, die von Österreich aus bei einem ausländischen Anbieter platziert werden.

Wie der Anbieter die Gebühr an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. tipp3 etwa trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 Prozent vom Gewinn ab, wenn die Wette gewinnt. Bei einer Wette zu Quote 2,00 mit 10 € Einsatz bleibt damit ein Bruttogewinn von 20 €, abzüglich 1 € Gebühr, also 19 € Auszahlung. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind bei tipp3 vom Abzug ausgenommen.

Eine bezahlte Wettgebühr ist kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung. Die Gebühr fällt auf jede Wette, die in Österreich steuerlich relevant ist, unabhängig davon, ob der Anbieter eine Land-Bewilligung hat oder nicht.

Werbeanzeigen und Bonusregeln

Es gibt in Österreich kein Werbeverbot und kein Sendezeitfenster für Sportwetten. Die Landgesetze verlangen einen verantwortungsvollen Standard – Wien formuliert das in § 18 Abs. 4 des Wiener Wettengesetzes – aber konkrete Werbebeschränkungen wie in Deutschland oder Italien gibt es nicht. Auch zu Boni existiert keine gesetzliche Regelung. Umsatzbedingungen, Mindestquoten und Fristen stehen allein in den AGB des Anbieters.

Ausländische Anbieter: Die Grauzone

Die Rechtslage für ausländisch konzessionierte Anbieter ist nicht abschließend geklärt. Die Nö. Erläuterungen, die in einem Landtagsantrag zitiert werden, lassen Anbieter, die Niederösterreich von Servern außerhalb des Landes bedienen, aus dem NÖ Wettgesetz herausfallen. Der VwGH hat den Serverstandort als Anker bestätigt. Bußgelder für Anbieter ohne Land-Bewilligung gibt es: Wien bis 22.000 €, Oberösterreich bis 20.000 €. Für Spieler, die bei einem ausländischen Anbieter wetten, ist kein Bußgeld dokumentiert.

Es gibt Gerichtsurteile, die unlicensierten Casino- und Poker-Anbietern die Rückzahlung von Verlusten auferlegt haben. Für Sportwetten existiert kein vergleichbares Urteil. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, hat keine österreichische Anlaufstelle für Beschwerden über das Produkt.

Verantwortungsvolles Spielen: Was die Anbieter an Schutz bieten

Alterskontrolle und Identitätsprüfung

Alle in diesem Ranking genannten Anbieter verlangen die Vollendung des 18. Lebensjahres. Die Prüfung erfolgt bei der Registrierung – per Ausweis-Upload, per Video-Ident oder per Post-Ident, je nach Anbieter. Anbieter mit österreichischer Bewilligung sind verpflichtet, die Identität zu prüfen, bevor eine Auszahlung erfolgt. Ausländische Anbieter ohne österreichische Bewilligung prüfen ebenfalls, aber nach den Regeln ihrer eigenen Lizenzbehörde – Malta Gaming Authority, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan.

Wer einen Anbieter sucht, der ohne Ausweis spielen lässt, sucht etwas, das kein seriöser Anbieter auf seinem Markt anbietet. Die Lizenzbedingungen der MGA, der Gibraltar Gambling Commissioner und der Anjouan-Lizenzgeber verlangen die Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung. „Wettseiten ohne Ausweis“ als Kategorie existiert im legalen Markt nicht.

Einzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits

Die Limits sind Anbietersache. Wo das Land eine Grenze setzt, gilt sie zusätzlich. tipp3 erlaubt wöchentliche Einzahlungen bis 1.950 €, tägliche Einsätze bis 10.000 € und wöchentliche Verluste bis 5.000 €. Limit-Erhöhungen wirken erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort – das ist eine Schutzfunktion, die den Spieler vor impulsiven Entscheidungen schützt. win2day setzt die Grenze enger: 250 € pro Woche bis 26 Jahre, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26. Beide Werte sind in den Spielbedingungen der Anbieter dokumentiert.

Bei ausländischen Anbietern sind die Limits oft höher, manchmal ohne erkennbare Obergrenze. Das ist kein Vorteil – wer sein eigenes Limit nicht selbst setzt, hat keins. Anbieter wie LeoVegas oder 888sport bieten Selbstausschluss und Limits in den Kontoeinstellungen an, aber sie folgen den Regeln ihrer Heimatlizenz, nicht dem österreichischen Recht.

Pausen, Sperren und Hilfeangebote

tipp3 unterscheidet zwischen Spielpause (1, 3 oder 6 Monate, Guthaben bleibt auf dem Konto) und Selbstsperre (1, 2 oder 3 Jahre, Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen). Beide sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Die Sperre gilt nur für tipp3 – wer parallel bei anderen Anbietern spielt, muss sich auch dort sperren lassen.

In Wien ist eine Aufhebung der Selbstsperre frühestens nach zwei Jahren möglich. Auch das gilt nur für Anbieter mit Wiener Bewilligung. Ein zentrales Register, das eine Sperre bei allen Anbietern gleichzeitig auslöst, gibt es in Österreich für Sportwetten nicht. Das Glücksspielreformgesetz 2026, das zum Stand 14.10.2026 noch im Entwurf vorliegt, plant ein Sperrregister – aber nur für GSpG-Bereiche, also für Lotterien und Casinos, nicht für Sportwetten.

Hilfe bietet playsponsible.at. Die Seite ist die zentrale Anlaufstelle für Spieler in Österreich, mit Links zu Beratungsstellen und Selbsttests.

Bonus und Gratiswetten: Was die Angebote wirklich kosten

Die Mechanik hinter „100 % Bonus“ und „Gratiswette“

Ein Bonus verdoppelt die erste Einzahlung – klingt nach geschenktem Geld, ist es aber nicht. Der Bonus ist an Umsatzbedingungen gebunden: Der Spieler muss den Bonusbetrag (oder Bonus plus Einzahlung) mehrfach zu einer Mindestquote setzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein 100-%-Bonus bis 100 € mit 5-fachem Umsatz und Mindestquote 1,50 bedeutet: 500 € Umsatz bei Wetten, die jeweils mindestens zu 1,50 notiert sein müssen. Wer das in 30 Tagen nicht schafft, verliert Bonus und Gewinne.

Eine Gratiswette (Free Bet) funktioniert anders: Der Einsatz wird nicht zurückgezahlt, nur der Gewinn. Eine 10-€-Gratiswette auf Quote 3,00 bringt 20 € Gewinn (3,00 × 10 €, abzüglich des nicht rückzahlbaren Einsatzes), nicht 30 €. Bei Kombiwetten, die mit der Gratiswette platziert werden, zählt nur der Nettogewinn.

„Risikofreie Wetten“ sind in der Regel Gratiswetten, die als Rückerstattung ausgegeben werden, wenn die qualifizierende Wette verliert. Das ist kein Geld zurück, sondern ein neuer Wettvorschuss mit denselben Bedingungen.

Beispiel: Slotuna Sport-Erstbonus

Slotuna, ein Anbieter ohne österreichische Bewilligung, bietet einen Sport-Erstbonus mit konkreten Bedingungen: Für Kombiwetten gilt eine Mindestquote von 1,50 je Auswahl, der Umsatz ist innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung zu erfüllen, pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz, Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind nicht bonusberechtigt. Das ist ein typisches Beispiel: Die Bedingungen stehen in den AGB, nicht im Werbebanner.

Wie viel ein Bonus wirklich kostet

Ein Bonus ist nur dann lohnend, wenn die Umsatzbedingungen im Verhältnis zur Bonushöhe stehen. Ein 100-€-Bonus mit 5-fachem Umsatz zu Mindestquote 1,50 erfordert 500 € Umsatz. Wenn die Marge des Marktes, auf dem umgesetzt wird, bei 5 Prozent liegt, kostet das den Spieler statistisch 25 € an erwartetem Verlust. Der Bonus bringt also netto 75 €, sofern alle Bedingungen erfüllt werden.

Bei höheren Margen oder höheren Mindestquoten schrumpft der Vorteil. Wer den Umsatz nicht innerhalb der Frist schafft, verliert alles. Wer auf Märkten mit hoher Marge umsetzt – etwa exotische Livewetten – zahlt mehr als nötig.

Wett Credits und Cashback

Wett Credits (Bonusguthaben, das nicht ausgezahlt, nur verspielt werden kann) sind in den Bedingungen oft am undurchsichtigsten. Cashback-Angebote erstatten einen Prozentsatz der Nettoverluste – hier lohnt der Blick auf die Obergrenze und darauf, ob der Cashback als Bonus oder als Echtgeld ausgezahlt wird.

Sportarten und Wettprogramm: Wo das Angebot breit ist und wo es dünn wird

Fußball: Das Pflichtprogramm

Fußball nimmt in jedem Wettprogramm den größten Raum ein. Die österreichische Bundesliga ist bei allen Anbietern mit Land-Bewilligung im Programm, dazu Champions League, Europa League, die großen europäischen Ligen und internationale Turniere. Die Tiefe variiert: Während Champions-League-Spiele bei den meisten Anbietern über 200 Wettmärkte bieten, ist die österreichische Bundesliga oft auf 30 bis 50 Märkte pro Spiel begrenzt. Wer auf untere Ligen oder Jugendspiele wetten will, findet das vor allem bei Anbietern mit großer internationaler Aufstellung wie bet365 oder Tipico.

Tennis, Eishockey und Kampfsport

Tennis ist das zweitwichtigste Pflichtprogramm – ATP, WTA, Grand Slams und die Challenger-Tour. Eishockey folgt mit NHL, KHL und den nationalen Ligen. Kampfsportarten wie MMA (UFC, Bellator) und Boxen sind bei den meisten Anbietern abgedeckt, aber die Tiefe variiert. Einige Anbieter listen UFC-Kämpfe mit über 50 Märkten, andere bieten nur Sieger-Wetten an.

E-Sport (CS2, Dota 2, League of Legends) ist bei vielen internationalen Anbietern im Programm, aber die Qualität schwankt. Die Wettmärkte für CS2 etwa umfassen Sieger, Handicap, Gesamtzahl der Runden und erste Blut-Pools – aber nicht jeder Anbieter deckt alle Turniere ab. Für österreichische Spieler ist E-Sport bei Land-bewilligten Anbietern verfügbar, aber die Frage, ob E-Sport-Wetten unter das jeweilige Landgesetz fallen, ist nicht abschließend geklärt.

Livewetten und Cash-Out

Livewetten sind der Bereich, in dem sich Anbieter am stärksten unterscheiden. Die Landgesetze begrenzen die Live-Märkte, aber innerhalb des Zulässigen ist das Angebot breit. bet365 und Tipico bieten Live-Streams zu ausgewählten Events – ein Vorteil für Spieler, die ihre Wetten auf das Spielgeschehen abstimmen wollen. Cash-Out, also das vorzeitige Auswerten einer Wette, ist bei den meisten Anbietern verfügbar, aber die Marge, die der Anbieter beim Cash-Out nimmt, ist intransparent.

Spezialmärkte und Politikwetten

Wetten auf Politik, TV-Shows oder UnterhaltungsEvents sind in Österreich nach BMF-Auffassung nicht als Sportwette zulässig. Anbieter, die solche Märkte anbieten, bewegen sich außerhalb des Landrechts. Virtuelle Sportwetten (computeranimierte Spiele) sind Glücksspiel und können nicht von einem Land als Sportwette bewilligt werden.

Die Top-10-Wettseiten für Österreich 2026

Die Rangliste folgt klaren Kriterien: Bewilligungsstatus, Quotenniveau, Wettprogramm, Zahlungswege und Limits. Anbieter mit österreichischer Land-Bewilligung stehen vorne, Anbieter ohne Bewilligung sind als „ohne österreichische Bewilligung“ markiert. Innerhalb der beiden Gruppen sortiert die Bewertung nach Quotenniveau, Programmbreite und den Bedingungen für Boni und Limits.

Was die Spalte „Österreichische Bewilligung“ wirklich sagt

Die Spalte nennt entweder „Bewilligung“ – dann hat der Anbieter im Impressum eine konkrete Land-Bewilligung mit Bescheidnummer – oder „ohne österreichische Bewilligung“. Im zweiten Fall hat der Anbieter eine Lizenz aus Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan, aber keine Land-Bewilligung. Die rechtliche Lage solcher Anbieter ist nicht abschließend geklärt; die Spalte sagt nicht, dass solche Anbieter illegal sind – sie sagt nur, dass keine österreichische Bewilligung vorliegt.

Anbieter Bewilligungsstatus Lizenz laut Anbieter
tipp3 Bewilligung (Niederösterreich) NÖ Wettgesetz, Bescheid 10.12.2020
win2day Bewilligung (Niederösterreich) NÖ Wettgesetz, Bescheid 10.12.2020
Starsportwetten Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) Bescheid 8. März 2022
Admiral Bewilligung (Oberösterreich) Oö. Wettgesetz
Vierklee Bewilligung (Tirol) Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz, IIa.10.065/144-0
Merkur Bets Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) Österreichische Konzession
Slotuna ohne österreichische Bewilligung Anjouan ALSI-152406028-FI2
LeoVegas ohne österreichische Bewilligung Malta Gaming Authority
Ybets ohne österreichische Bewilligung Anjouan ALSI-202411003-FI1
888sport ohne österreichische Bewilligung Gibraltar

tipp3: Der Platzhirsch mit Niederösterreich-Bewilligung

tipp3 gehört der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44 in Wien. Das Unternehmen wurde im April 2000 gegründet, der erste Wettschein datiert vom 24. August 2001. Heute nimmt tipp3 Wetten über rund 3.300 Trafiken und Annahmestellen, über die Trafik-App und online entgegen. Die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) auf Grundlage des NÖ Wettgesetzes.

Das Wettprogramm umfasst die österreichische Bundesliga, die großen europäischen Ligen, Tennis, Eishockey und die gängigen US-Sportarten. Einzelwetten sind ab Quote 1,06 erlaubt; niedrigere Quoten können nur in Kombi- oder Systemwetten gespielt werden. Eine Kombiwette kann 3 bis 10 Tipps verbinden. Die Wettgebühr trägt tipp3 bei verlorenen Wetten, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent vom Gewinn abgezogen.

Die Limits sind im Kundenprofil unter „Limits“ einstellbar: wöchentliche Einzahlung bis 1.950 €, täglicher Einsatz bis 10.000 €, wöchentlicher Verlust bis 5.000 €. Limit-Erhöhungen wirken erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort. Die Selbstsperre läuft 1, 2 oder 3 Jahre und ist nicht aufhebbar.

Der Bonus, den Neukunden erhalten, ist in den AGB dokumentiert – Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist stehen dort, nicht im Werbebanner.

Wertung: Für Spieler, die einen Anbieter mit klarer österreichischer Bewilligung suchen und bereit sind, dafür ein etwas schmaleres Wettprogramm und höhere Limits in Kauf zu nehmen, ist tipp3 die erste Adresse. Wer Live-Streams oder ein internationales Programm mit NFL und NBA sucht, wird woanders fündig.

win2day: Sportwetten und Lotterien unter einem Dach

win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH betrieben, die auch die österreichischen Lotterien und das Casino-Geschäft verantwortet. Die Sportwetten beruhen auf einer Bewilligung der NÖ Landesregierung und fallen damit nicht unter das Glücksspielgesetz. Lotterien und Casinospiele auf win2day dagegen laufen unter der federalen GSpG-Konzession – das sind zwei unterschiedliche Regime auf einer Plattform.

Die Einzahlungslimits sind enger als bei tipp3: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag können die Limits individuell erhöht werden.

Wertung: win2day ist die richtige Wahl für Spieler, die neben Sportwetten auch Lotterien und Casino auf einer Plattform spielen wollen und mit den engeren Limits einverstanden sind. Die Mischung aus GSpG-Lotterien und Land-bewilligten Sportwetten ist in Österreich einmalig.

Starsportwetten: Bewilligung im Detail nicht veröffentlicht

Starsportwetten gehört der Star Sportwetten GmbH und wirbt mit dem Hinweis auf einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem die Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Welches Bundesland den Bescheid erteilt hat und welche Aktenzahl er trägt, veröffentlicht der Anbieter nicht. Die App-Beschreibung im Google Play Store nennt den Bescheid, aber ohne weitere Details.

Wertung: Die Bewilligung ist da, aber in den Details nicht nachvollziehbar. Wer Wert auf Transparenz legt, fragt beim Anbieter nach Bescheidnummer und ausstellender Behörde – oder wählt einen Anbieter, der diese Informationen offen kommuniziert.

Admiral: Die Marke der Novomatic-Gruppe

Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehört zur Novomatic-Gruppe. Gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller, an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Admiral betreibt eine der größten Ketten von Wettannahmestellen in Österreich und ist auch online aktiv. Die Bewilligung stammt von der Oö. Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.

Wertung: Admiral ist die richtige Wahl für Spieler, die Wert auf eine stationäre Präsenz legen – Annahmestellen, Wettterminals und persönliche Beratung. Online ist das Angebot solide, aber nicht so breit wie bei internationalen Anbietern.

Vierklee: Tiroler Buchmacher mit langer Tradition

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Neukunden wird auf der Startseite ein Bonus von bis zu 100 € angekündigt, die konkreten Bonusbedingungen nennt die Info-Seite nicht.

Wertung: Vierklee ist ein regional verwurzelter Anbieter mit klarer Bewilligung. Für Tiroler Spieler ist die Landesnähe ein Vorteil, für Spieler aus anderen Bundesländern ändert sich dadurch nichts – die Bewilligung gilt unabhängig vom Wohnort des Spielers.

Merkur Bets: Neuer Name, alte Erfahrung

Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Cashpoint wurde 1996 gegründet und gehört zu den traditionsreichsten Wettanbietern Österreichs. Die Bewilligung hat der Anbieter, welches Bundesland sie erteilt hat, ist nicht öffentlich dokumentiert.

Wertung: Merkur Bets ist die richtige Wahl für Spieler, die einen Anbieter mit österreichischer Verwurzelung suchen und mit dem neuen Markenauftritt leben können. Die Kontinuität hinter dem Markenwechsel – gleiche Firma, gleiche Erfahrung, gleiche Bewilligung – spricht für den Anbieter.

Slotuna: Anbieter ohne österreichische Bewilligung

Slotuna wird von einem Anbieter mit Anjouan-Lizenz (ALSI-152406028-FI2) betrieben. Eine österreichische Land-Bewilligung liegt nicht vor. Die rechtliche Lage für österreichische Spieler, die bei Slotuna wetten, ist nicht abschließend geklärt – Anjouan ist keine österreichische Lizenz, und kein österreichisches Gericht hat die Frage abschließend beurteilt.

Der Sport-Erstbonus hat konkrete Bedingungen: Mindestquote 1,50 je Auswahl bei Kombiwetten, 30 Tage Frist, maximal 50 € pro Wette zählen zum Umsatz, Skrill und Neteller sind nicht bonusberechtigt. Diese Bedingungen sind klar, aber sie stehen in den AGB, nicht im Werbebanner.

Wertung: Slotuna ist für Spieler interessant, die ein breites internationales Wettprogramm suchen und bereit sind, auf eine österreichische Bewilligung zu verzichten. Die Wettgebühr von 5 Prozent fällt auch hier an, weil die Wette in Österreich platziert wird. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, hat keine österreichische Anlaufstelle für Beschwerden.

LeoVegas: Malta-Lizenz, schmales Sportwetten-Angebot

LeoVegas gehört zu LeoVegas Gaming Ltd. (Malta), einer Tochter von MGM Resorts International. Die Gruppe LeoVegas AB wurde 2011 gegründet, hat den Sitz in Stockholm und nutzt für das Sportsbook die Kambi-Plattform. Die Marke ist in Österreich vor allem für das Casino bekannt, das Sportwetten-Angebot ist schmaler als bei reinen Sportwetten-Anbietern.

Eine österreichische Land-Bewilligung liegt nicht vor. Die Malta-Lizenz ist seriös, aber sie ist keine österreichische Lizenz. Für Spieler, die LeoVegas nutzen, gilt: Bei Streitigkeiten ist die Malta Gaming Authority zuständig, nicht eine österreichische Behörde.

Wertung: LeoVegas ist für Spieler, die Casino und Sportwetten auf einer Plattform kombinieren wollen und mit der Malta-Lizenz einverstanden sind. Das Sportwetten-Angebot ist nicht die Stärke der Marke.

Ybets: Offshore-Anbieter mit Anjouan-Lizenz

Ybets wird laut Nutzungsbedingungen von der Sigg Marketing Limited betrieben (Registernummer 238992, Sitz: 306 Victoria House, Victoria, Mahé, Seychellen). Die Lizenz ist Anjouan (ALSI-202411003-FI1). Eine österreichische Land-Bewilligung liegt nicht vor.

Wertung: Ybets ist ein Offshore-Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Die Lizenz aus Anjouan ist keine österreichische Lizenz, und der Anbieter unterliegt nicht den österreichischen Spielerschutzregeln. Für Spieler, die Wert auf eine österreichische Bewilligung legen, ist Ybets nicht die richtige Wahl.

888sport: Gibraltar-Lizenz, internationaler Anbieter

888sport gehört zur Evoke plc (früher 888 Holdings Limited) mit Sitz in Gibraltar, notiert an der London Stock Exchange unter dem Kürzel EVOK. Die Lizenz ist die Glücksspiellizenz der Regierung von Gibraltar. Eine österreichische Land-Bewilligung liegt nicht vor.

Wertung: 888sport ist ein internationaler Anbieter mit solider Lizenz, aber ohne österreichische Bewilligung. Das Wettprogramm ist breit, die Limits sind hoch, und die Wettgebühr von 5 Prozent fällt an. Für Spieler, die einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung suchen, ist 888sport nicht die erste Wahl.

Marge und Quoten: Was die Zahlen über den Anbieter verraten

Wie die Marge berechnet wird

Die Marge ist das, was der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95 – also 95 Prozent. Die Marge ist 100 Prozent minus die Auszahlungsquote, in diesem Fall 5 Prozent.

Bei höheren Margen zahlt der Buchmacher weniger zurück. Eine Quote von 1,80 auf beiden Seiten ergibt eine Auszahlungsquote von rund 90,9 Prozent und eine Marge von etwa 9,1 Prozent. Bei exotischen Märkten oder Livewetten können die Margen deutlich höher sein – 10 bis 15 Prozent sind keine Seltenheit.

Was eine Marge von 5 Prozent bedeutet

Bei einer Marge von 5 Prozent auf einem Zwei-Wege-Markt zu Quote 1,90/1,90 verliert der Spieler bei 100 € Einsatz statistisch 5 €. Das ist der „Tribut“, den der Buchmacher auf lange Sicht nimmt. Bei einer Marge von 10 Prozent sind es 10 € auf 100 € Einsatz. Die Differenz klingt klein, summiert sich aber über viele Wetten.

Anbieter mit niedrigeren Margen sind langfristig günstiger für den Spieler. Die Margen variieren je nach Sportart, Liga und Markt: Fußball-Top-Ligen haben typischerweise niedrigere Margen (3–5 Prozent) als untere Ligen oder Randsportarten (8–12 Prozent). Livewetten haben oft höhere Margen als Pre-Match-Wetten.

Warum einzelne Quoten täuschen können

Eine hohe Quote auf einen Außenseiter sieht verlockend aus, bedeutet aber nicht, dass der Markt insgesamt gut ist. Wenn der Anbieter die Favoritenquote gleichzeitig senkt, um die Auszahlungsquote konstant zu halten, gewinnt der Spieler nichts. Wer Quoten vergleicht, muss immer die Auszahlungsquote über alle Outcomes eines Marktes berechnen, nicht einzelne Quoten herausgreifen.

Für die Rangliste wurde stichprobenartig die Auszahlungsquote auf ausgewählten Märkten geprüft. Anbieter mit Land-Bewilligung liegen im Mittelfeld; internationale Anbieter mit großer Liquidität können in den Top-Ligen niedrigere Margen bieten, dafür in kleineren Märkten höhere. Das ist kein pauschaler Vorteil, sondern ein Trade-off: Wer auf die österreichische Bundesliga wettet, findet bei Land-bewilligten Anbietern oft ein schmaleres, aber passgenaueres Angebot.

Wettsteuer und Auszahlung: Was vom Gewinn übrig bleibt

Die 5-Prozent-Gebühr in der Praxis

Bei einer Wette zu Quote 2,00 mit 10 € Einsatz beträgt der Bruttogewinn 20 €. Die Wettgebühr von 5 Prozent wird vom Anbieter entweder vom Einsatz, vom Gewinn oder vom Bruttobetrag abgezogen – das variiert. tipp3 zieht 5 Prozent vom Gewinn ab, also 1 €, und zahlt 19 € aus. Andere Anbieter ziehen die Gebühr vom Einsatz ab und passen die Auszahlungsquote entsprechend an.

Beispielrechnung: 50 € Einsatz auf Quote 3,50. Bruttogewinn: 175 €. Wettgebühr bei 5 Prozent vom Gewinn: 8,75 €. Auszahlung: 166,25 €. Bei einer Verlustwette trägt tipp3 die Gebühr selbst; bei anderen Anbietern wird sie vom Wettkonto abgezogen.

Auszahlungswege und Bearbeitungszeiten

Die Auszahlung erfolgt auf das Konto, von dem die Einzahlung kam. Banküberweisung, Kreditkarte, E-Wallets wie Skrill und Neteller, paysafecard – die verfügbaren Methoden variieren je nach Anbieter. Die Bearbeitungszeit liegt bei E-Wallets meist bei 24 Stunden, bei Banküberweisungen bei 2 bis 5 Werktagen. Auszahlungen per Kreditkarte können 3 bis 7 Werktage dauern.

Manche Anbieter verlangen vor der ersten Auszahlung eine Identitätsprüfung. Das ist Standard und dient der Geldwäscheprävention. Die Prüfung kann per Ausweis-Upload, per Video-Ident oder per Post-Ident erfolgen.

Was eine Wettseite ausmacht: Einordnung und Vergleichskriterien

Quotenniveau

Das Quotenniveau ist das eine, die Auszahlungsquote das andere. Ein Anbieter mit Quote 2,00 auf einen Ausgang ist nicht besser als einer mit Quote 1,95, wenn die Gegenquote gleichzeitig bei 1,95 statt 2,00 liegt. Entscheidend ist die Marge über alle Outcomes eines Marktes. Die Stichprobenprüfung für die Rangliste hat ergeben: Anbieter mit österreichischer Bewilligung liegen auf den Hauptmärkten bei Margen zwischen 4 und 7 Prozent, internationale Anbieter teilweise darunter, dafür auf Nebenmärkten höher.

Wettprogramm

Das Wettprogramm ist breit, wenn es die Sportarten abdeckt, die der Spieler tatsächlich wettet. Ein Anbieter mit 30 Sportarten hilft wenig, wenn die Lieblingsliga fehlt. Für österreichische Spieler sind Fußball-Bundesliga, Tennis, Eishockey und die gängigen US-Sportarten relevant. E-Sport und MMA sind bei den meisten internationalen Anbietern besser aufgestellt als bei Land-bewilligten.

Limits und Spielerschutz

Die Limits sind ein Schutzmechanismus. Anbieter mit niedrigen Maximallimits sind nicht automatisch schlechter – sie verhindern, dass ein Spieler an einem schlechten Tag mehr verliert als geplant. Die Möglichkeit, eigene Limits zu setzen, ist wichtiger als die absolute Höhe der Hauslimits.

Zahlungswege

Die Zahlungswege entscheiden, wie schnell Ein- und Auszahlungen gehen. Anbieter, die nur Banküberweisung anbieten, sind langsamer als solche mit E-Wallets. Die Verfügbarkeit von paysafecard, Apple Pay oder Google Pay ist ein Komfortmerkmal, kein Qualitätsmerkmal.

Kundenservice

Der Kundenservice ist dann entscheidend, wenn etwas schiefgeht – eine stornierte Wette, eine nicht ausgezahlte Gratiswette, ein Limit-Konflikt. Anbieter mit 24/7-Live-Chat sind im Vorteil gegenüber solchen, die nur per E-Mail erreichbar sind.

Zahlungsmethoden: Was die Anbieter akzeptieren

Kreditkarte und Banküberweisung

Visa und Mastercard sind bei allen genannten Anbietern verfügbar. Banküberweisung funktioniert ebenfalls überall, ist aber langsamer. SEPA-Lastschrift ist in Österreich Standard, aber nicht jeder Anbieter bietet sie an.

E-Wallets

Skrill und Neteller sind bei den meisten internationalen Anbietern verfügbar, aber bei manchen Boni ausgeschlossen – Slotuna etwa schließt Einzahlungen per Skrill und Neteller von der Bonusberechtigung aus. PayPal ist bei einigen Anbietern verfügbar, bei anderen nicht. Die Verfügbarkeit hängt vom Anbieter und von der Lizenzregion ab.

Prepaid und Krypto

paysafecard ist bei vielen Anbietern verfügbar, aber meist nur für Einzahlungen, nicht für Auszahlungen. Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum) sind bei Offshore-Anbietern verbreitet, bei Land-bewilligten Anbietern selten. Die Wettgebühr von 5 Prozent fällt auch auf Krypto-Wetten an, weil die Wette in Österreich platziert wird.

Häufige Fragen

Welche Wettseiten sind in Österreich von einem Bundesland bewilligt?

In Österreich gibt es keine bundesweite Liste. Jedes Bundesland vergibt seine eigene Bewilligung. tipp3 und win2day nennen eine Bewilligung der NÖ Landesregierung, Admiral eine solche der Oö. Landesregierung, Vierklee eine solche der Tiroler Landesregierung. Bei Starsportwetten und Merkur Bets ist die Bewilligung im Impressum erwähnt, aber das ausstellende Land wird nicht im Detail veröffentlicht. Welche Bewilligung ein Anbieter hält, steht im Impressum der jeweiligen Seite.

Gibt es eine bundesweite Liste bewilligter Wettanbieter?

Nein. Sportwetten fallen in Österreich nicht unter das Glücksspielgesetz, sondern unter die Landgesetze. Es gibt daher keine Bundesbehörde, die ein Verzeichnis führt. Wer eine Liste bewilligter Anbieter sucht, muss die Impressen der Anbieter selbst prüfen und die Bewilligung beim zuständigen Land nachvollziehen.

Was bedeutet es, wenn eine Wettseite nur eine Lizenz aus Malta oder Curaçao nennt?

Eine Malta- oder Curaçao-Lizenz ist eine ausländische Lizenz, keine österreichische. Sie erlaubt dem Anbieter, in vielen Ländern aktiv zu sein, aber sie ersetzt nicht die Land-Bewilligung nach dem jeweiligen Wettgesetz. Die Malta Gaming Authority und die Curaçao Gaming Control Board sind seriöse Aufsichtsbehörden, aber sie sind nicht für die Einhaltung des österreichischen Rechts zuständig. Bei Streitigkeiten mit einem Malta- oder Curaçao-Anbieter ist die ausländische Behörde Ansprechpartner, nicht eine österreichische Stelle.

Wie setzt sich der Gewinn aus Einsatz und Quote zusammen, und was bleibt nach der Wettgebühr von 5 %?

Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind das 20 €. Die Wettgebühr von 5 Prozent wird je nach Anbieter unterschiedlich abgezogen – bei tipp3 vom Gewinn, also 1 €, sodass 19 € ausgezahlt werden. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst. Die Auszahlung ist der Bruttogewinn minus der Gebühr.

Wo lassen sich bei einer Wettseite Einzahlungslimits setzen, und gibt es ein gesetzliches Limit?

Die Einzahlungslimits werden im Kundenprofil unter „Limits“ oder „Spielerschutz“ gesetzt. tipp3 erlaubt wöchentliche Einzahlungen bis 1.950 €, win2day bis 250 € pro Woche bis 26 Jahre und bis 1.680 € pro Kalendermonat ab 26. Ein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. Die Anbieterlimits sind freiwillig und stehen in den jeweiligen Spielbedingungen.

Woran lässt sich erkennen, wie hoch die Marge in den Quoten einer Wettseite ist?

Die Marge errechnet sich aus der Auszahlungsquote, die der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes ist. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90/1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 Prozent und eine Marge von 5 Prozent. Bei Quote 1,80/1,80 sind es rund 90,9 Prozent Auszahlung und etwa 9,1 Prozent Marge. Wer die Marge prüfen will, rechnet die Auszahlungsquote über alle Outcomes eines Marktes nach – das geht mit jedem Taschenrechner in wenigen Sekunden.

Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten Strategie»